Siegt sich nun der Kapitalismus zu Tode?
Oder folgt einfach nur auf die Todsünde der Gier die gerechte Strafe?
Wer als einfacher kleiner Anleger Zertifikate kauft, weil er sich von 2,5 % mehr Zinsen gegenüber seinem normalen Konto hat blenden läßt, aber die 150 Seiten des Ausgabekatalogs solcher spekulativer Papiere nicht versteht, ist an seinem Elend selber schuld.
Aber jetzt sind natürlich die Banker schuld! – Schuld ist der selbstverschuldet unmündige Bürger, der Opfer seiner Gier wurde. Ohne Nachfrage, kein Angebot!
Offenkundig hat eine unverantwortlich egoistische Ökonomie-Clique über Politik und Gesellschaft gesiegt. Wer kann einer globalisierten Welt, in der über 70 % des täglichen Kapitals rein spekulativ in Minutenschnelle um die Welt gejagt wird, gesetzlich Grenzen setzen und Kontrollen auferlegen? Es gibt keine Weltinstanz, die diesen Mammon-Wahnsinn stoppen kann! Nur der Verbraucher, sprich: Kunde, kann „nein“ sagen zum Teufelskreis des schnellen Mammons.

Einer Gott vergessenen oder leugnenden Welt fehlt die Demut. Da wächst der Spekulant vermeintlich in den Himmel und stürzt am Ende umso fürchterlicher ab.
Wie sagte Jesus: Man kann nicht zwei Herren dienen, Gott und dem Mammon.
Also haben wir uns zu entscheiden: Kaltes, tödliches Geld oder Gott, der die Liebe verkörpert.
Die Protestantische Ethik zähmte den unbändigen Kapitalimus durch Charakterbildung. Wird man nun durch Schaden endlich klug?