Mariä Lichtmess / Darstellung des Herrn

Mariä Lichtmess wird in der katholischen Kirche am 2. Februar gefeiert.


Darbringung im Tempel (Meister der Pollinger Tafeln, 1444)

Kerze

Offiziell heißt das Fest „Darstellung des Herrn“. Damit ist die biblische Erzählung von der Darstellung (und Beschneidung) Jesu im Tempel am achten Tag nach seiner Geburt gemeint (Lukas Evangelium Kapitel 2, Vers 21). Nach jüdischer Überlieferung gilt die Frau nach der Geburt eines Jungen 40 Tage (sieben plus 33 Tage) als kultisch unrein und muss deshalb nach Ablauf dieser Zeit den Tempel aufsuchen (Levitikus Kapitel 12, Verse 2–4). Hier mischen sich also zwei Traditionen.

Vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) dauerten sowohl die Vorbereitungszeit auf Weihnachten (Advent) als auch die Weihnachtszeit selbst jeweils 40 Tage. Mariä Lichtmess ist der 40. Tag nach Weihnachten.

Als es weder elektrisches Licht noch Hausrats- und Feuerversicherungen gab, wurde an Mariä Lichtmess der neue Kerzenvorrat des Jahres geweiht, verbunden mit der Bitte an Maria und Gott, dass Kirche, Wohnhäuser und Scheunen von Brand und Feuer verschont bleiben mögen.

Es gibt heute noch Christen, die ihre Weihnachtskrippen und den geschmückten Tannenbaum erst am 2. Februar abbauen.

Weitere Informationen:
* https://de.wikipedia.org/wiki/Darstellung_des_Herrn

Bildquellen aus Wikimedia:
* https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Meister_der_Pollinger_Tafeln_001.jpg, unter GNU Free Documentation License: The Yorck Project (2002) 10.000 Meisterwerke der Malerei (DVD-ROM), distributed by DIRECTMEDIA Publishing GmbH. ISBN: 3936122202.

* https://de.wikipedia.org/wiki/Kerze#/media/Datei:Candle_black.jpg, CC BY-SA 3.0: Bangin

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Weihnachten de luxe

Während in Spanien und einigen anderen europäischen Ländern heute (26.12.) längst wieder fleißig das Bruttosozialprodukt erhöht wird, feiert man in deutschen Landen derweil noch ein wenig weiter. Die offizielle Weihnachtszeit endet ohnehin erst am 1. Sonntag nach Erscheinung des Herrn (Hl. Drei Könige) mit dem Fest der Taufe Jesu.

War es diesmal bei Ihnen wirklich eine geweihte Nacht?
Oder bogen sich erneut – trotz dräuender Wirtschaftskrise – die Gabentische, dampfte die fette, natürlich billigst erworbene polnische  Weihnachtsgans auf dem Herd und im Fernsehen ging’s wieder rund im Zirkus Mensch?

Jesus in der Krippe eher nebensächlich?
Futtertrog und nach Vieh stinkende Hirten sind wohl auch eher etwas für Hartz IV Empfänger, obdachlose Kinder in Brasilien und seit Jahrzehnten von der muslimischen Mehrheit brutal verfolgte christliche Sudanesen.

Die Ackermänner hatten in den Chefetagen der Bankentürme fast jede Bodenhaftung verloren und beklagen derweil die monetären Verluste des zurückliegenden Jahres in der wohlfeilen Herberge, in der für Habenichtse und Hochschwangere schon vor 2000 Jahren kein Platz war. Die Hochfinanz und Hautevolee will unter sich sein, V.I.P.-Lounge und Club-Atmosphäre, statt Strohromantik.

Dabei könnten die 280 reichsten Männer der Welt die Armen auf der Welt mit einem Schlag satt machen! – Sie könnten die Welt als edle Weihnachtsmänner schlagartig zum Guten verändern. – Warum sollen sich Millionen Menschen ändern, wenn die Änderung der wenigen viel effektiver wäre?

Stattdessen stecken ärmere Schichten ihre Scheine und Münzen – manchmal wie Loskauf von den Sünden wie zu besten Ablaßbriefzeiten – in die Spendendosen von Adveniat und Brot für die Welt („Brot statt Böller!“); amnesty international (60 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte!), Greenpeace und den Tierschutz (der für manche Zeitgenossen wichtiger erscheint als der Menschenschutz).

„Auf und werde Licht!“, heißt es in einem Kirchenlied. Weihnachten, und damit die Menschwerdung des christlichen Gottes, könnte für uns alle immer wieder ein Startpunkt sein, das „Licht der Welt“ (IHN) in die wegen aneinander überhoher Erwartungen zersplitterten Familien, in die Armen- und Krankenhäuser, die Behinderten- und Pflegeheime, in die von Kriegen geschundenen Länder zu bringen. Uns würde so – wie einst den weisen Männern aus dem Morgenland – ein Licht als Lebenskompass aufgehen. Wir können, wenn wir nur wollten, selbst Lichtträger in den alltäglichen Finsternissen sein, jeden Tag neu! Dann wäre permanent Weih-Nachten de luxe!

NB: Heute (2. Weihnachtstag) ist Stephanustag. Stephanus ist der erste christliche Märtyrer. Es war den religiös Etablierten nicht recht, was der Diakon für die Armen leistete. Gelebte Caritas und Diakonie können auch heutzutage in machen Ländern dieser Erde lebensgefährlich sein …

Eine andauernd gesegnete Weihnachtszeit wünscht Ihnen / Euch
Thomas Nolte

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Advent, Advent ein Lichtlein brennt

Heutzutage brennen längst vor dem 1. Advent auf den sog. „Weihnachtsmärkten“ (ob die wohl am 25./26. Dezember geöffnet haben?) „Lichtlein“. Ob den Besuchern dieser Märkte ein Licht aufgeht? Konsum gesteuert laben sie sich an Glühwein und Leckereien. „Advent“ heißt lateinisch adventus „Ankunft“. Wie halten wir es mit den Flüchtlingen, die unter Lebensgefahren das Mittelmeer queren, weil in der Heimat Bürgerkriege und Naturkatastrophen toben (Klimawandel)?

Der christliche Adventskranz will mit seinem Grün die Hoffnung erinnern. Die Kerzen in dunkler Nacht symbolisieren das aufsteigende Licht bis zum Hochfest Weihnachten.

Ursprünglich war die Zeit zwischen Sankt Martin (11. November) und Heiligabend sogar eine Fastenzeit. Die violette Liturgiefarbe erinnert noch daran.

Advent
Foto: CC-BY-SA 3.0 Wikimedia: Bubamara
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Pfingsten? – Was war da denn los?

„Hat das nicht mit irgend so ’nem mittelalterlichen Brauch mit Ochsen zu tun?“

Gemeint war wohl der Pfingstochse.

„Ist da nicht Jesus im Himmel angekommen?“

In 10 Tagen von der Erde zum Himmel? 10 Tage vor Pfingsten ist ja „Christi Himmelfahrt“.

„Ist da nicht Jesus auferstanden?“

Knapp daneben! Pfingsten mit Ostern verwechselt!

Die Antworten erhielt der Redakteur des Kommerzsenders „Radio ffn“ bereits vor vielen Jahren von Jugendlichen auf Hannoveraner Straßen.

Tja, wer kennt sie noch die alte Erzählung in der Apostelgeschichte, Kapitel 2?


Wikipedia-Artikel „Pfingsten“, RabulaGospelsFolio14, CC0

Da erhob sich vom Himmel her ein Brausen und Zungen wie von Feuer erschienen über den Köpfen der Apostel.

Pfingsten , griech. „50 Tage“ (nach Ostern) gilt auch als der Geburtstag der Kirche.

Sein Ursprung geht auf das jüdische Fest „Schawuot“ zurück (Wochenfest nach Pessach).

Aber wer nicht mehr in die Kirche geht und auch nicht mehr in der Bibel liest (oder erst gar keine hat), weiß darüber natürlich nichts.
Die PISA-Studie, Abt. Religion, erteilt Deutschland eine glatte „6“.

Gute Besserung Deutschland!
Geistige Erneuerung tut Not.

Noch ein paar Wikipedia-Links zur Linderung der geistigen Not:
http://de.wikipedia.org/wiki/Pfingsten
http://de.wikipedia.org/wiki/Heiliger_Geist
http://de.wikipedia.org/wiki/Gaben_des_Heiligen_Geistes
(7 Gaben / Charismen)
http://de.wikipedia.org/wiki/Schawuot
http://de.wikipedia.org/wiki/Rabbula-Evangeliar
(daraus ist das obige Bild entnommen)
http://de.wikipedia.org/wiki/Pfingstochse

Anmerkung:
Dieser Beitrag wurde von mir erstmals im Jahr 2008 gepostet.

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Christi Himmelfahrt – ein alkoholisch verschüttetes Fest?

CHRISTI HIMMELFAHRT?

Nicht Vatertag, Männertag oder Herrentag?

Ohne das Christentum gäbe es diesen freien Tag vermutlich gar nicht.
Und für nicht gar so Bibelfeste: Schlag nach bei Lukas 24,50ff [1] und Apostelgeschichte 1,6ff [2].

[1] http://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&bible=EU&ref=Lk24%2C50-53
[2] http://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&bible=EU&ref=Apg1%2C1-11

Der Wikipedia-Artikel dazu ist auch erhellend:
http://de.wikipedia.org/wiki/Christi_Himmelfahrt (reich illustriert!)


Bild: Wikipedia-Artikel „Christi Himmelfahrt“,
Darstellung der Himmelfahrt im Rabbula-Evangeliar aus dem 6. Jh. (Folio 13v)

Wie es zu „Vatertag“ / „Männertag“ / „Herrentag“ kam?
Jesus wurde als auferstandener Christus nach Lk bzw. Apg „in den Himmel aufgenommen“ (von wegen „fahren“!). Da sich die Menschen zur Zeit Jesu und in der Zeit der Evangelisten (und noch sehr lange Zeit danach!) nach dem damals gängigen altorientalischen Weltbild Gott Vater über einer Art Kuppel (wie eine Art Käseglocke oberhalb der „Erdscheibe“, durch die es wie aus Schleusen regnen kann) oberhalb von Wolken (Symbol des Nichtfassbaren, Verhüllten) thronend vorstellten, kam es wohl zur weltlichen Verballhornung der im Apostolischen Glaubensbekenntnis enthaltenen Zeilen: „aufgefahren in den Himmel. Er sitzt zur Rechten Gottes des Vaters“.

Der sog. Vatertag (auch „Männertag“ / „Herrentag“) soll angeblich aus den USA stammen: http://de.wikipedia.org/wiki/Vatertag

„Laut dem Statistischen Bundesamt steigt die Zahl der durch Alkohol bedingten Verkehrsunfälle an Christi Himmelfahrt auf das Dreifache des Durchschnitts der sonstigen Tage an und erreicht einen Jahreshöhepunkt.“ (Quelle: http://netzeitung.de/autoundtechnik/400469.html)

Was daran „himmlisch“ sein soll, ist mir schleierhaft oder liegt in den Dunstwolken von Alkohol und Tabak …

Für mich ist Christi Himmelfahrt der 40. Tag der frohen Osterzeit. Und weil es so schön ist, werden noch mal 10 Tage drangehängt, denn mit Pfingsten (= pentekostē [hēmera], griech: „50 Tage“) geht die schöne Osterzeit dann erst mal zu Ende. – Aber froh sein darf man natürlich auch danach noch …

Die Apostel starrten gebannt nach oben zum Himmel und mussten erst begreifen, dass sich der „Himmel“ auch überall dort auf Erden ereignen kann, wo Menschen „die Sache Jesu“ (u.a. auch die Forderungen der Bergpredigt) in Wort und Tat ausbreiten („bis an die Enden der Erde“) und verwirklichen helfen. Aus dieser Hoffnung heraus können „Dämonen“ („böse Geister“ wie Süchte aller Art, Egoismus, Krieg und Umweltzerstörung) gezähmt oder gar besiegt werden.

Dann mag es wirtschaftlich gesehen vielleicht auch mal etwas abwärts gehen (wer hat eigentlich bis in den Himmel ragenden Wohlstand versprochen?), was zählt, ist die Solidarität mit den Armen und Schwachen in der Gesellschaft und in der Welt. Und da kann jeder einzelne von uns von seinem himmlischen Ross herabsteigen und irdische Demut üben …

Einen gesegneten Christi Himmelfahrtstag wünscht

T.N.

Dieser Artikel wurde aus den Vorjahren recycled.

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8. Mai? – Was war denn da?

In der DDR wurde der 8. Mai demonstrativ als „Tag der Befreiung“ gefeiert. Man erinnerte an die siegreiche sowjetische Rote Armee, die in einem mörderischen Wettlauf nach Berlin (siehe: Schlacht um die Seelower Höhen [1]) auf dem Reichstag die rote Fahne hisste und so – Lesart SED – Deutschland von der Nazidiktatur befreite. Auf dem Gelände der Seelower Gedenkstätte wurden dann in Folge die DDR-Elitesoldaten der NVA vereidigt und Schulklassen indoktriniert Ich habe mir die vollkommen einseitige Vorführung kurz nach dem Zusammenbruch der DDR noch in Originalfassung ansehen und -hören können …


Gedenkstätte Seelower Höhen, Bronzeplastik von Lew Kerbel
Bild: Wikipedia, Artikel Schlacht um die Seelower Höhen

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Seelower_Höhen

Im Westen sah man den Tag der Kapitulation (8. Mai 1945 bzw. einen Tag später) eher als einen schmachvollen Tag an, über den man am besten schweigt. An jenem Tage, vier Jahre später, nämlich 1949, verabschiedet der Parlamentarische Rat In Bonn das Grundgesetz der zukünftigen Bundesrepublik Deutschland. Das könnte und sollte man eigentlich feiern!

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Bild: Wikipedia, Artikel Grundgesetz

Das Grundgesetz trat dann schließlich nach der Annahme durch die Länder (Bayern stimmte aus bestimmten Gründen nicht zu)  am 23. Mai 1949 in Kraft, also bald vor 60 Jahren! Traditionell wird an unserem Verfassungstag für jeweils fünf Jahre der Bundespräsident gewählt. Andere Länder feiern fröhlich ihren Verfassungstag. Die Mai-Zeit könnte das sogar begünstigen, statt dessen feiert unsere Bedenkenträgernation, die häufig auch zu Hysterie und Jammer neigt, lieber den „Tag der Deutschen Einheit“ im herbstlichen Oktober. – Was sagt das über das kollektive Bewusstsein unseres Landes aus?

An diesem 8. Mai möchte ich noch mal an die legendäre Rede des Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker erinnern, die jener 1985 gehalten hat: http://www.dhm.de/lemo/html/dokumente/NeueHerausforderungen_redeVollstaendigRichardVonWeizsaecker8Mai1985/index.html

Diese Rede hat manchem Zeitgenossen die Augen geöffnet und neue Sichtweisen auf das Ende des Zweiten Weltkriegs zugelassen. Eine Sternstunde im Bundestag war diese Ansprache des Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker „Zum 40. Jahrestag der Beendigung des Krieges in Europa und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.“ in der Gedenkstunde im Plenarsaal!

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Schon wieder „Hallo Wien“ ;-)

Einmal im Jahr werden die „Wiener“ besonders begrüßt

Als „alter“ Haushaltsabgabe/GEZ-Zahler erinnert man sich an die Frühzeit des „Aktenzeichen XY“, als Ede Zimmermann noch ganz persönlich seine deutschsprachigen Fahnder-Kollegen in der Schweiz und in Österreich mit „Hallo Zürich“ und „Hallo Wien“ ins TV-Geschehen holte.

Ich habe bereits 2007 am Reformationstag meinem Heimatsender WDR in Bezug auf die einseitig heidnische Berichterstattung in der Sendung „Aktuelle Stunde“ eine Protest-eMail geschrieben:


Wikipedia, Artikel „Halloween“, Toby Ord, CC-BY-SA 4.0

„Ich protestiere gegen Ihren Halloween-Beitrag zu Hexen und Geistern! –
Selbst das Wetter wird bei Ihnen „halloweend“! –
Sind evangelische Christen in NRW eigentlich eine Minderheit, dass Sie es nicht für nötig halten an den Reformationstag zu erinnern (immerhin der 490.!)? – Aber GEZ-Gebühren nehmen Sie wohl noch gerne von Christen entgegen, oder?
Und Allerheiligen für Sie nur ein „Feiertag“?
Gute Um- und Einkehr wünsche ich als Katholik!“

Ich frage mich, warum nicht mehr Christen beim WDR (und anderen öffentlich-rechtlichen Rundfunksendern, den Bayerischen Rundfunk mal ausgenommen) dagegen protestieren, dass sie auf der Mattscheibe immer mehr als Minderheit behandelt werden. Versagen da auch unsere kirchlich Beauftragten im Rundfunkrat? Denen habe ich auch eine nette Erinnerung geschrieben, damit sie nicht einschlafen …

Weitere Informationen zu den Festen liefern die Wikipedia-Artikel:
http://de.wikipedia.org/wiki/Halloween
http://de.wikipedia.org/wiki/Reformationstag
http://de.wikipedia.org/wiki/Allerheiligen
http://de.wikipedia.org/wiki/Allerseelen

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Mottowoche der AbiturientInnen

Am Freitag endete in NRW an etlichen Gymnasien wieder einmal die sog. „Mottowoche“ der AbiturientInnen. Seit gefühlten 20 Jahren: semper idem. – Köstlich, wenn SchülerIn „Tiffy“ sich [2012] ausgerechnet in einem Tierforum [1] thematische und Outfit Hilfe sucht! Ganz schön tierisch!


Symbolbild: Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Wertheim während der Zeit des Abistreichs 2006 (von Johannes Krieg (Eigenes Werk) [CC BY-SA 2.5 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5)], via Wikimedia Commons)

Soziologen konstatieren seit zehn Jahren die „Karnevalisierung der Gesellschaft“. – Schade, dass jetzt Ferien sind und der Unterrichtsverhinderungsklamauk unterbrochen ist. Kostümiert zur Prüfung erscheinen, das wäre mal ein neuer Kick. Zeige mir dein Kostüm und wir sagen dir was du kriegst … (Bildungssatire pur!)

Der Abiturientia 2018 fiel gar nicht auf, dass sich die Studentenrevolte von 1968 zum 50. Mal jährte. – Mangelnde Geschichtskenntnisse oder Selbstzufriedenheit angesichts von Bulimielernen und Standardisierung von Bildung (Zentralabitur)?

Angesichts der immensen Herausforderungen der weltweiten Digitalen Transformation wäre 50 Jahre nach 1968 eigentlich eine Bildungsrevolution der jungen Leute erforderlich. Aber teilweise sind sie spießiger als ihre Eltern und Großeltern.

Ich widme ihnen:

Unter den Marken-Trikotagen, der Muff von 1000 Mottotagen

[1] http://www.tierforum.de/t148442-mottowoche-abi-brauche-hilfe-bezueglich-kleidung.html

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Haushaltsentwurf der Stadt Moers

Hier soll der Haushalt der Stadt Moers (Entwurf 2018) visualisiert dargestellt werden:

<iframe width=“700″ height=“400″ src=“https://www.offenesdatenportal.de/dataset/haushaltsplanentwurf-2018-moers/resource/8bfa9d91-ccae-497b-8481-8f0557ae7374/view/3c797991-38b8-4ff4-bb4a-d723871a81ed“ frameBorder=“0″></iframe>

Es scheint noch nicht zu klappen 🙁

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Papst ruft Europa zu Neuaufbruch auf

"Europa ist in einer Krise. Das sieht auch der Papst so und fordert bei einem Kongress der europäischen Bischofskonferenzen einen Neuaufbruch. Besonders die Religionen hätten dabei eine wichtige Rolle."

Europa | Vatikanstadt – 29.10.2017
Quelle: www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/papst-ruft-europa-zu-neuaufbruch-auf

Die Wiederentdeckung der Prinzipien der Katholischen Soziallehre (Personalität, Solidarität, Subsidiarität, Gemeinwohl (und Nachhaltigkeit)) könnte eine Kraftquelle für Europa sein.

Globalen Steuervermeidern und Schattenbanken (Finanzkonzerne, die die Welt als Spielkasino ansehen) innerhalb der EU (am besten aber weltweit) das unethische Handwerk legen. KMUs (Klein- und Mittelständische Unternehmen), die eine positive Ökobilanz (Schöpfung bewahren) und Gemeinwohlorientierung nachweisen (z.B. Genossenschaften nach der Lehre von Friedhelm Raiffeisen und Hermann Schultze-Delitzsch), gehören steuerlich begünstigt.

Die Digitale Transformation erfordert einen schrittweisen Umbau des bisherigen Sozialsystems, das aus den Herausforderungen des 19. Jahrhunderts hervorging (Industrielle Revolution). Eine allgemeine Bürgerversicherung (siehe Schweiz) und ein (bedingungsloses) Grundeinkommen, angefangen bei den Alten (Ruhestand) und Jungen (Ausbildung / Familiengründung) könnten der Anfang sein.

Ehrenamtliche und unbezahlte soziale Arbeit ist genauso wichtig wie Erwerbsarbeit, die durch Computer und Roboter ohnehin abnehmen wird (siehe u.a. Jeremy Rifkin). Das Kapital (insbesondere leistungsfreie Einkommen) und die Maschinen stärker besteuern als die Erwerbsarbeit.

Aus Gerechtigkeitsgründen schrittweise eine Boden- und Geldreform einleiten (siehe Silvio Gesell: Freiwirtschaftslehre).

Wo bleiben die Katholischen Sozialwissenschaften mit ihren Vorschlägen?(Katholische Sozialwissenschaftliche Zentralstelle Mönchengladbach und KSI – Katholisch-Soziales Institut in Siegburg, Oswald von Nell-Breuning Institut für Wirtschafts- und Gesellschaftsethik in Frankfurt)

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