Als Antwort auf:Andrea Dilettanti?

Wir werden sehen, wie die SPD-Hessen am 18.Januar 2009 bei der Wahl überhaupt abschneidet.Mir schwant nix gutes!

L.G

Martina

www.martinawilczynskimeinung.blog.de

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Als Antwort auf: Andrea Dilettanti?

Wir werden sehen, wie die SPD-Hessen am 18.Januar 2009 bei der Wahl überhaupt abschneidet.Mir schwant nix gutes!

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Weihnachten de luxe

Während in Spanien und einigen anderen europäischen Ländern heute (26.12.) längst wieder fleißig das Bruttosozialprodukt erhöht wird, feiert man in deutschen Landen derweil noch ein wenig weiter. Die offizielle Weihnachtszeit endet ohnehin erst am 1. Sonntag nach Erscheinung des Herrn (Hl. Drei Könige) mit dem Fest der Taufe Jesu.

 

War es diesmal bei Ihnen wirklich eine geweihte Nacht?
Oder bogen sich erneut – trotz dräuender Wirtschaftskrise – die Gabentische, dampfte die fette, natürlich billigst erworbene polnische  Weihnachtsgans auf dem Herd und im Fernsehen ging’s wieder rund im Zirkus Mensch?

Jesus in der Krippe eher nebensächlich?
Futtertrog und nach Vieh stinkende Hirten sind wohl auch eher etwas für Hartz IV Empfänger, obdachlose Kinder in Brasilien und seit Jahrzehnten von der muslimischen Mehrheit brutal verfolgte christliche Sudanesen.

Die Ackermänner hatten in den Chefetagen der Bankentürme fast jede Bodenhaftung verloren und beklagen derweil die monetären Verluste des zurückliegenden Jahres in der wohlfeilen Herberge, in der für Habenichtse und Hochschwangere schon vor 2000 Jahren kein Platz war. Die Hochfinanz und Hautevolee will unter sich sein, V.I.P.-Lounge und Club-Atmosphäre, statt Strohromantik.

Dabei könnten die 280 reichsten Männer der Welt die Armen auf der Welt mit einem Schlag satt machen! – Sie könnten die Welt als edle Weihnachtsmänner schlagartig zum Guten verändern. – Warum sollen sich Millionen Menschen ändern, wenn die Änderung der wenigen viel effektiver wäre?

Stattdessen stecken ärmere Schichten ihre Scheine und Münzen – manchmal wie Loskauf von den Sünden wie zu besten Ablaßbriefzeiten – in die Spendendosen von Adveniat und Brot für die Welt („Brot statt Böller!“); amnesty international (60 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte!), Greenpeace und den Tierschutz (der für manche Zeitgenossen wichtiger erscheint als der Menschenschutz).

„Auf und werde Licht!“, heißt es in einem Kirchenlied. Weihnachten, und damit die Menschwerdung des christlichen Gottes, könnte für uns alle immer wieder ein Startpunkt sein, das „Licht der Welt“ (IHN) in die wegen aneinander überhoher Erwartungen zersplitterten Familien, in die Armen- und Krankenhäuser, die Behinderten- und Pflegeheime, in die von Kriegen geschundenen Länder zu bringen. Uns würde so – wie einst den weisen Männern aus dem Morgenland – ein Licht als Lebenskompass aufgehen. Wir können, wenn wir nur wollten, selbst Lichtträger in den alltäglichen Finsternissen sein, jeden Tag neu! Dann wäre permanent Weih-Nachten de luxe!

NB: Heute (2. Weihnachtstag) ist Stephanustag. Stephanus ist der erste christliche Märtyrer. Es war den religiös Etablierten nicht recht, was der Diakon für die Armen leistete. Gelebte Caritas und Diakonie können auch heutzutage in machen Ländern dieser Erde lebensgefährlich sein …

Eine andauernd gesegnete Weihnachtszeit wünscht Ihnen / Euch
Thomas Nolte

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Wir sind Obama!?

Barack Obama Bild: Wikipedia

Auch ich freue mich sehr über den überwältigenden „Change“-Erfolg von Obama, der ja nahezu schon wie ein Messias gehandelt wird. Da will eine deutsche Tageszeitung gleich Anteil an ihm haben (Kommentar von taz-Redakteur Bernd Pickert am 05.11.2008 [1]).

[1] http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/wir-sind-obama/

Obama, eine Art politischer Martin Luther King? – „I have a dream …“
 
Aber nach „Hosianna“ kann auch schnell „Kreuzige ihn“ folgen. Gleich mehrfache Herkulesaufgaben kommen auf Obama und seine Mann-/Frauschaft zu! Finanzkrise, Umweltkrise, marode Sozial- und Bildungssysteme, …

Dass der Cowboy mit seinen viel zu großen Stiefeln und zu wenigen Gehirnzellen nun in Pension geht, lässt wirklich auf eine besser Zukunft hoffen. Ob der American Way of Life aber zukünftig eine andere Spur zieht, steht dahin. Vermutlich braucht es für einen echten „Change“ mehrere Generationen.

Vielleicht vernetzt sich die junge Generation ja besser und schneller als die Bush-Krieger und potenziert die technischen und sozialen Möglichkeiten der Collaboration lokal und global.

Nach Emotionen und Verdrängungen sind nun aber Fakten und Handlungen gefragt.

God bless America!

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Wir sind Obama!?

Barack Obama Bild: Wikipedia

Auch ich freue mich sehr über den überwältigenden „Change“-Erfolg von Obama, der ja nahezu schon wie ein Messias gehandelt wird. Da will eine deutsche Tageszeitung gleich Anteil an ihm haben (Kommentar von taz-Redakteur Bernd Pickert am 05.11.2008 [1]).

[1] http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/wir-sind-obama/

Obama, eine Art politischer Martin Luther King? – „I have a dream …“
 
Aber nach „Hosianna“ kann auch schnell „Kreuzige ihn“ folgen. Gleich mehrfache Herkulesaufgaben kommen auf Obama und seine Mann-/Frauschaft zu! Finanzkrise, Umweltkrise, marode Sozial- und Bildungssysteme, …

Dass der Cowboy mit seinen viel zu großen Stiefeln und zu wenigen Gehirnzellen nun in Pension geht, lässt wirklich auf eine besser Zukunft hoffen. Ob der American Way of Life aber zukünftig eine andere Spur zieht, steht dahin. Vermutlich braucht es für einen echten „Change“ mehrere Generationen.

Vielleicht vernetzt sich die junge Generation ja besser und schneller als die Bush-Krieger und potenziert die technischen und sozialen Möglichkeiten der Collaboration lokal und global.

Nach Emotionen und Verdrängungen sind nun aber Fakten und Handlungen gefragt.

God bless America!

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Als Antwort auf: Andrea Dilettanti?

Zufrieden wird er sein, der Münte, auch, wenn er es nicht zueben mag. Der politische Schaden für die SPD im Gesamten wäre nachhaltig gewesen, hätte Ypsilanti obsiegt. Schon jetzt ist die SPD beschädigt genug, denn trotz Notbremse signalisiert die SPD Führungsschwäche und Planlosigkeit.

Lafontaine wird es amüsieren…

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Andrea Dilettanti?

Andrea Ypsilanti

Bild: Wikipedia

Nun haben also außer der hessischen Abgeordneten Dagmar Metzger noch drei andere Abgeordnete (Jürgen Walter, Silke Tesch und Carmen Everts) die politische Notbremse gezogen bevor den Bürgerinnen und Bürgern in Hessen die politischen Radreifen einer rot-grün-ultraroten Regierung um die Ohren fliegen. Die nun endlich couragierten Zauderer werden nun als Abweichler diffamiert.

Die nordrhein-westfälische Partei- und Fraktionschefin Hannelore Kraft nennt deren Verhalten „moralisch verwerflich“ (gegenüber dem Fernsehsender Phoenix). „So was gehört sich nicht, so was macht man nicht“ … „Das ist unsolidarisch“, meint die eher linksorienterte Hannelore Kraft.

Und der Wortbruch der Hessen-SPD (kein Bündnis mit der LINKSPARTEI vor der Wahl und eine Tolerierung nach der Wahl) ist nicht moralisch verwerflich? Gehört sich das gegenüber den Wählerinnen und Wählern?

Die Abweichler haben sich ihre Entscheidung wahrlich nicht leicht gemacht, haben die Koalitions- bzw. Duldungsverhandlungen abgewartet und auf Reaktionen aus ihrem Wählervolk gehört, dem sie einzig und allein gegenüber verpflichtet sind. Schaden vom Land abzuwehren (Verlust von möglichen 10.000 Arbeitsplätzen) ist ihre Motivation. Sie reklamieren, dass Andrea Ypsilanti ihr Votum in vertraulichen Gesprächen einfach ignoriert habe. Bei Jürgen Walter mag auch eine Portion gekränkter politischer Eitelkeit eine Rolle gespielt haben.

Vermutlich haben die jetzt Gescholtenen aber eine politische Zitter- und Hängepartie ohne Gleichen in Hessen verhindert. Die Zeitgeschichte mag darüber letztlich urteilen.

In meinen Augen hat Andrea Ypsilanti bereits kläglich versagt, als sie den radio ffn Crazyphone-Fake nicht bemerkt hat (–> http://de.youtube.com/watch?v=6Y8OcKai-uk). Wie naiv ist diese Frau eigentlich? Hätte sie nicht von der ehemaligen schleswig-holsteinischen Ministerpräsidentin Simonis lernen können?

Warum zweimal mit dem Kopf gegen die Wand? Obwohl selbst der glücklose, inzwischen ehemalige SPD-Parteivorsitzende Kurt Beck seine Parteifreundin Ypsilanti gewarnt hatte?

Nun muss der alte, strategisch schlaue Franz Müntefering (SPD-Vorsitzender ist das schönste Amt nach Papst) die politischen Scherben zusammenfegen und kitten.

Auffällig war die Stille um den amtierenden Ministerpräsidenten Roland Koch in den letzten Wochen. Diesen Machtmenschen mag ich übrigens auch nicht.

Aber nun ist alles für ihn und seine Hessen-CDU optimaler gelaufen als je zu träumen war. Zeitige Neuwahlen werden zeigen, was die WählerInnen in Hessen über das aktuelle Debakel denken.

NB: Ich bin bekennender Wechselwähler!

Nachtrag 05. November 2008: „Die hessische SPD-Führung um Andrea Ypsilanti will die drei Abweichler Jürgen Walter, Silke Tesch und Carmen Everts aus der Partei ausschließen.“ (SPIEGEL-Online: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,588705,00.html

Hat da nicht mal ein großer alter SPD-Mann gesagt „versöhnen, statt spalten“? Fällt den hessischen SPD-Parteioberen nichts anderes ein als Ausgrenzen? Schaut doch mal im Grundgesetz nach, was da über die Freiheit des Abgeordneten steht (Art. 38 GG, Abs. 1). Sind die hessischen LT-Abgeordneten nicht als Vertreter des ganzen Volkes weder an Aufträge noch an Weisungen gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen?

Artikel 95 der Hessischen Landesverfassung:

„Kein Mitglied des hessischen oder eines anderen deutschen Landtags darf zu irgendeiner Zeit wegen seiner Abstimmung oder wegen der in Ausübung seiner Abgeordnetentätigkeit getanen Äußerungen gerichtlich oder dienstlich verfolgt oder sonst außerhalb der Versammlung zur Verantwortung gezogen werden.“

Nachtrag 13. November 2008:

„Ypsilanti. Neue Stufe der Bequemlichkeit

Frauen können heute alles werden, zum Beispiel Bundeskanzlerin. Sie dürfen sogar alles falsch machen, wie Andrea Ypsilanti. Nach dem Debakel macht sie sich klein, stellt sich dumm – kurz: sie zieht ein altbewährtes weibliches Register. (…)“

Ein kluger Kommentar von Tissy Bruns:
http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Andrea-Ypsilanti-Hessen;art141,2659753

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Andrea Dilettanti?

Andrea Ypsilanti

Bild: Wikipedia

Nun haben also außer der hessischen Abgeordneten Dagmar Metzger noch drei andere Abgeordnete (Jürgen Walter, Silke Tesch und Carmen Everts) die politische Notbremse gezogen bevor den Bürgerinnen und Bürgern in Hessen die politischen Radreifen einer rot-grün-ultraroten Regierung um die Ohren fliegen. Die nun endlich couragierten Zauderer werden nun als Abweichler diffamiert.

Die nordrhein-westfälische Partei- und Fraktionschefin Hannelore Kraft nennt deren Verhalten „moralisch verwerflich“ (gegenüber dem Fernsehsender Phoenix). „So was gehört sich nicht, so was macht man nicht“ … „Das ist unsolidarisch“, meint die eher linksorienterte Hannelore Kraft.

Und der Wortbruch der Hessen-SPD (kein Bündnis mit der LINKSPARTEI vor der Wahl und eine Tolerierung nach der Wahl) ist nicht moralisch verwerflich? Gehört sich das gegenüber den Wählerinnen und Wählern?

Die Abweichler haben sich ihre Entscheidung wahrlich nicht leicht gemacht, haben die Koalitions- bzw. Duldungsverhandlungen abgewartet und auf Reaktionen aus ihrem Wählervolk gehört, dem sie einzig und allein gegenüber verpflichtet sind. Schaden vom Land abzuwehren (Verlust von möglichen 10.000 Arbeitsplätzen) ist ihre Motivation. Sie reklamieren, dass Andrea Ypsilanti ihr Votum in vertraulichen Gesprächen einfach ignoriert habe. Bei Jürgen Walter mag auch eine Portion gekränkter politischer Eitelkeit eine Rolle gespielt haben.

Vermutlich haben die jetzt Gescholtenen aber eine politische Zitter- und Hängepartie ohne Gleichen in Hessen verhindert. Die Zeitgeschichte mag darüber letztlich urteilen.

In meinen Augen hat Andrea Ypsilanti bereits kläglich versagt, als sie den radio ffn Crazyphone-Fake nicht bemerkt hat (–> http://de.youtube.com/watch?v=6Y8OcKai-uk). Wie naiv ist diese Frau eigentlich? Hätte sie nicht von der ehemaligen schleswig-holsteinischen Ministerpräsidentin Simonis lernen können?

Warum zweimal mit dem Kopf gegen die Wand? Obwohl selbst der glücklose, inzwischen ehemalige SPD-Parteivorsitzende Kurt Beck seine Parteifreundin Ypsilanti gewarnt hatte?

Nun muss der alte, strategisch schlaue Franz Müntefering (SPD-Vorsitzender ist das schönste Amt nach Papst) die politischen Scherben zusammenfegen und kitten.

Auffällig war die Stille um den amtierenden Ministerpräsidenten Roland Koch in den letzten Wochen. Diesen Machtmenschen mag ich übrigens auch nicht.

Aber nun ist alles für ihn und seine Hessen-CDU optimaler gelaufen als je zu träumen war. Zeitige Neuwahlen werden zeigen, was die WählerInnen in Hessen über das aktuelle Debakel denken.

NB: Ich bin bekennender Wechselwähler!

Nachtrag 05. November 2008: „Die hessische SPD-Führung um Andrea Ypsilanti will die drei Abweichler Jürgen Walter, Silke Tesch und Carmen Everts aus der Partei ausschließen.“ (SPIEGEL-Online: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,588705,00.html

Hat da nicht mal ein großer alter SPD-Mann gesagt „versöhnen, statt spalten“? Fällt den hessischen SPD-Parteioberen nichts anderes ein als Ausgrenzen? Schaut doch mal im Grundgesetz nach, was da über die Freiheit des Abgeordneten steht (Art. 38 GG, Abs. 1). Sind die hessischen LT-Abgeordneten nicht als Vertreter des ganzen Volkes weder an Aufträge noch an Weisungen gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen?

Artikel 95 der Hessischen Landesverfassung:

„Kein Mitglied des hessischen oder eines anderen deutschen Landtags darf zu irgendeiner Zeit wegen seiner Abstimmung oder wegen der in Ausübung seiner Abgeordnetentätigkeit getanen Äußerungen gerichtlich oder dienstlich verfolgt oder sonst außerhalb der Versammlung zur Verantwortung gezogen werden.“

Nachtrag 13. November 2008:

„Ypsilanti. Neue Stufe der Bequemlichkeit

Frauen können heute alles werden, zum Beispiel Bundeskanzlerin. Sie dürfen sogar alles falsch machen, wie Andrea Ypsilanti. Nach dem Debakel macht sie sich klein, stellt sich dumm – kurz: sie zieht ein altbewährtes weibliches Register. (…)“

Ein kluger Kommentar von Tissy Bruns:
http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Andrea-Ypsilanti-Hessen;art141,2659753

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Bildungsrepublik Deutschland?

Was soll schon dabei herauskommen, wenn sich 17 BildungsministerInnen (16 Bundesländer und der Bund) für ganze drei Stunden zu einem Bildungsgipfel in Dresden versammeln?

Bundeskanzlerin Angela Merkel verbucht es bereits als Erfolg, dass man sich überhaupt getroffen und vereinbart habe „bis 2015 zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Bildung und Forschung auszugeben. Die Ausgaben für Forschung sollen von derzeit 2,7 auf drei Prozent angehoben werden, die Ausgaben für Bildung sollen von derzeit 6,2 auf sieben Prozent steigen.“ [1]

Es sind die uralten Grabenkriege zwischen Bund und Ländern, einem von den alliierten Siegermächten bewusst initiierten Geburtsfehler der Bundesrepublik Deutschland (Deutschland klein machen), und die ideologischen Kämpfe zwischen SPD (Chancengleicheit = Gleichschritt und sozialistische Gleichmacherei) und CDU/CSU (Chancengerechtigkeit = Individualität und natürliche Ungleichheit), die auf dem Rücken der heutigen Schüler- und Lehrergeneration ausgetragen werden.

[1] http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,585892,00.html

Über diese kleinkarierten Kämpfe lacht ganz EU-Europa und die halbe Welt. Denn welcher Staat auf dieser Erde leistet sich sonst noch den Luxus oder die Steuermittelverschwendung von 17 Bildungsministerien? Müssen sich die SchülerInnen der Republik erst ihr individuelles Recht auf zeit- und zukunftgemäße Bildung erstreiken?

Dieselbe Generation, die beim Bildungsgipfel scheitert, bürdet den jungen Leuten schwere Schuldenlasten auf, weil Macht-, Kompetenz- und Prestigefragen wichtiger scheinen als simple pädagogische Sachfragen und eine gute, auf Zukunft hin gerichtete Ausstattung der Schulen.

Was ist davon zu halten, wenn eine Schulministerin für ihre Imagepflege und Rhetoriknachhilfe einen Betrag von 55.000 EUR ausgeben darf (laut WDR-Informationen), für gestresste und ausgebrannte Lehrer aber kein Etat für Supervisionen zur Verfügung steht?

Am Vortag des Bildungsgipfel hatte übrigens die Heilige Ursula (angeblich 4. Jhd.) in katholischen Kreisen ihren Namenstag. Auf ihrer Legende gründet das Lebenswerk einer vermutlich adeligen Landwirttochter in Oberitalien, Angela Merici (Vorname wie der unserer protestantischen Kanzlerin!), die sich selbst das Lesen beibrachte und die Werke der Kirchenlehrer auf Latein las. Sie gründete am 25. November 1535 den Ursulinenorden, der zu den heutigen weltweit verbreiteten „Bildungsexperten“ gehört. [2]

[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Angela_Merici     http://de.wikipedia.org/wiki/Ursulinen     http://de.wikipedia.org/wiki/St._Ursula-Schule     http://www.ursulinen.de/

Von den Ursulinen lernen, heißt siegen?

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Bildungsrepublik Deutschland?

Was soll schon dabei herauskommen, wenn sich 17 BildungsministerInnen (16 Bundesländer und der Bund) für ganze drei Stunden zu einem Bildungsgipfel in Dresden versammeln?

Bundeskanzlerin Angela Merkel verbucht es bereits als Erfolg, dass man sich überhaupt getroffen und vereinbart habe „bis 2015 zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Bildung und Forschung auszugeben. Die Ausgaben für Forschung sollen von derzeit 2,7 auf drei Prozent angehoben werden, die Ausgaben für Bildung sollen von derzeit 6,2 auf sieben Prozent steigen.“ [1]

Es sind die uralten Grabenkriege zwischen Bund und Ländern, einem von den alliierten Siegermächten bewusst initiierten Geburtsfehler der Bundesrepublik Deutschland (Deutschland klein machen), und die ideologischen Kämpfe zwischen SPD (Chancengleicheit = Gleichschritt und sozialistische Gleichmacherei) und CDU/CSU (Chancengerechtigkeit = Individualität und natürliche Ungleichheit), die auf dem Rücken der heutigen Schüler- und Lehrergeneration ausgetragen werden.

[1] http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,585892,00.html

Über diese kleinkarierten Kämpfe lacht ganz EU-Europa und die halbe Welt. Denn welcher Staat auf dieser Erde leistet sich sonst noch den Luxus oder die Steuermittelverschwendung von 17 Bildungsministerien? Müssen sich die SchülerInnen der Republik erst ihr individuelles Recht auf zeit- und zukunftgemäße Bildung erstreiken?

Dieselbe Generation, die beim Bildungsgipfel scheitert, bürdet den jungen Leuten schwere Schuldenlasten auf, weil Macht-, Kompetenz- und Prestigefragen wichtiger scheinen als simple pädagogische Sachfragen und eine gute, auf Zukunft hin gerichtete Ausstattung der Schulen.

Was ist davon zu halten, wenn eine Schulministerin für ihre Imagepflege und Rhetoriknachhilfe einen Betrag von 55.000 EUR ausgeben darf (laut WDR-Informationen), für gestresste und ausgebrannte Lehrer aber kein Etat für Supervisionen zur Verfügung steht?

Am Vortag des Bildungsgipfel hatte übrigens die Heilige Ursula (angeblich 4. Jhd.) in katholischen Kreisen ihren Namenstag. Auf ihrer Legende gründet das Lebenswerk einer vermutlich adeligen Landwirttochter in Oberitalien, Angela Merici (Vorname wie der unserer protestantischen Kanzlerin!), die sich selbst das Lesen beibrachte und die Werke der Kirchenlehrer auf Latein las. Sie gründete am 25. November 1535 den Ursulinenorden, der zu den heutigen weltweit verbreiteten „Bildungsexperten“ gehört. [2]

[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Angela_Merici     http://de.wikipedia.org/wiki/Ursulinen     http://de.wikipedia.org/wiki/St._Ursula-Schule     http://www.ursulinen.de/

Von den Ursulinen lernen, heißt siegen?

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