Als Antwort auf: Habemus Papam … Benedikt XVI. und der Islam

Es mag Schnittstellen geben, zwischen Christen und Muslimen – immerhin wird Jesus von Muslimen als Prophet anerkannt.
Aber, es gibt einen wesentlichen Unterschied, der per Koran festgeschrieben ist und trotz aller Annäherung nicht zu überwinden sein wird:
„Aber die problematische Dimension des Dschihad ist dann erst die nächste Stufe. Sie folgt dem Koran, der sagt, Friede sei erst dann möglich, wenn alle dem Glauben unterworfen sind.“
Ayaan Hirsi Ali im Interview
Die schleichende Scharia
http://short4u.de/4523fcd0ed544
in der FAZ, Link geürzt

Als Agnostiker bin ich ja nun ein hundertprozentiger Ungläubiger – als Katholik hast Du zumindest die Chance, daß man Dich als Dhimmi gewähren läßt.

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Als Antwort auf: Habemus Papam … Benedikt XVI. und der Islam

Benedikt und der Vatikan haben sich nach meiner Auffassung nicht bei den Muslimen „entschuldigt“ oder gar „unterworfen“, sondern Benedikt hat mehrmals betont, dass er die Missverständnisse bedauert, die das historische Zitat ausgelöst haben und dass er es zutiefst bedauert hatte, dass aufgrund dieses Missverständnisses es zu Gewaltaktionen gekommen ist.

Ich denke es ist wichtig, kühlen Kopf zu behalten und genau zu differenzieren. Ich finde es relativ abwegig, den Islam auf Gewalt festzulegen, jede Religion entwickelt sich im Laufe der Geschichte weiter und jede Religion muss sich immer neu und tiefer selbst reinigen, im offenen und ehrlichen Dialog können wir uns gegenseitig nur Hilfestellungen bieten und auf vielleicht verdängte und vergessene Aspekte hinweisen.

In diesem Sinne bietet die Vorlesung von Benedikt wichtige Grundlagenüberlegungen für einen Dialog zwischen den Kulturen und Religionen: „Gewalt widerspricht dem Glauben an einen Gott und widerspricht dem Wesen von Religion. Ein Dialog kann nur über „Vernunft“ geschehen, Emotionen und Stimmungen helfen nicht weiter, sondern der Vernunftgeprägte Diskurs.

Was in meinen Augen entscheidend ist: Die dialogbereiten Gruppen im Islam stärken. Diejenigen Gruppen stärken, die sich um einen sogenannten „Euro-Islam“Bemühen, um die Praktizierung eines Islam innerhalb Gesellschaften in denen unter anderm unverzichtbare Werte und Prinzipen gelten, wie: Trennung von Kirche und Staat, Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit, Gewissensfreiheit, Aberkennung des Machtmonopols des Staates, Uneingeschränkte Akzeptanz der freiheitlichen Ordnung etc….

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Als Antwort auf: Habemus Papam … Benedikt XVI. und der Islam

Wenn mans genau nimmt hast du hier nur das widergegeben und dich über das „beschwert“ was bereits der Benedikt in eben jenem Vortrag vortrug (achtung, Alliteration!)… Das ist ja das tolle an ihm, er bringt das Entscheidende immer so auf den Punkt dass jede „Erweiterung“ nur eine Widerholung ist…

Ich hab neuerdings auch meinen Senf dazu:
http://toschy.blog.de/2006/09/30/ein_dummer_mensch~1174893

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Habemus Papam … Benedikt XVI. und der Islam

Als katholisch Befangener habe ich mich zunächst zurückgehalten …

Beim vielstimmigen, staatlich organisierten(?) Aufschrei aus der islamischen Welt habe ich mir verwundert die Ohren gerieben. – Protestrituale? (so wie nach dem Karikaturenstreit)

Da zitiert Papst Benedikt XVI. den gelehrten byzantinischen Kaiser Manuel II. Palaeologos aus dem Jahre 1391 und schon hagelt es geharnischten islamischen Protest.

Der türkische Religionsminister muss später zugeben, dass er das Redemanuskript des Papstes gar nicht ganz gelesen (und verstanden?) habe, äußert sich aber dennoch hoch emotionalisiert.

Das pakistanische Parlament(!) reagiert beleidigt auf das Papst-Zitat. – Ob die Parlamentarier „am Tag danach“ überhaupt übersetzte Kopien der Papstrede vorliegen hatten?

Und die christliche Welt, der Vatikan voran, reagiert gegenüber der islamischen Welt mit unterwürfigen Entschuldigungen und Erklärungen.
Sind wir eigentlich schon teil-islamiert (Islam = Unterwerfung unter den Willen Allahs)?

Warum erheben wir nicht ebenso lautstark unsere christliche Stimme gegenüber islamischen Übergriffen im Sudan (seit Jahrzehnten!) und in der Türkei (Mord an einem kath. Priester durch einen islamischen Halbstarken) und jüngst in Somalia (Männer töten in einem Krankenhaus(!) der Hauptstadt Mogadischu eine 70jährige katholische Ordensfrau) und die angeblich mittlerweile 400 Morddrohungen gegenüber dem Papst?

Unsere weiche Haltung, wird uns ebenso als Schwäche ausgelegt wie unsere alltägliche Dekadenz.

Tagtäglich werden die christlichen Werte im christlichen Abendland und in „Gods own country“ (USA) mit Füßen getreten: Geiz (eine Todsünde!) und Profitstreben prägen oft genug unseren Alltag. Und wie steht es mit unserer Schöpfungsverantwortung (Warum sprechen eigentlich so viele Zeitgenossen lieber neutral von „Umweltschutz“)?

Wir werden – oft ohne es zu merken – von der Zinswirtschaft und von der globalen Spielbank „Wallstreet“ (gigantische Beträge weltweit vagabundierenden Kapitals) beherrscht. Einige Kapitalbesitzer haben inzwischen mehr Macht als manche Staaten dieser Welt!
Vom Einfluss kommerzieller Medien auf unser Seelenleben ganz zu schweigen (Neil Postman: „Wir amüsieren uns zu Tode“) …

Der christlich-islamische Dialog müsste meines Erachtens an diesen ökonomischen Schnittflächen beginnen, bevor Kreuze oder Schwerter gegeneinander bemüht werden.

Und eins sollten wir nicht vergessen:
Wir können stolz sein auf unseren intellektuellen Papst!
Er sollte uns ein geistiger Schrittmacher sein …

Vortrag des Papstes in der Universität Regensburg am 12.09.2006:
http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2006/september/documents/hf_ben-xvi_spe_20060912_university-regensburg_ge.html

Nachtrag 24.09.2006: In DIE ZEIT, 21.09.2006 Nr. 39 erschien unter der Überschrift »Dem Islam ist die Gewalt in die Wiege gelegt« ein bemerkenswertes Gespräch mit dem französischen Schriftsteller Abdelwahab Meddeb über die Quellen des Fanatismus und die überfällige Neuinterpretation des Korans:
http://www.zeit.de/2006/39/Interview-Meddeb

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Als Antwort auf: „Madonna“ als Selbstvermarktung und Selbstverliebtheit

[…] 4. Thomas Nolte: Ein bloggender Lehrer mit viel Ferien, äääh Blogpausen, leider.
Prädikat: katholisch gut drauf […]

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Als Antwort auf: „Madonna“ als Selbstvermarktung und Selbstverliebtheit

Provokation war doch zu allen Zeiten in jeglichen künstlerischen Kreisen beliebt, um die Aufmerksamkeit anzuheizen. Meines Erachtens gab es in der Vergangenheit aber auch schon Provokanteres und je weniger man auf diese Aktionen reagiert, umso weniger gewünschte Wirkung zeigen sie.
Ihren Namen, „Madonna Louise Ciccone“, hat sie übrigens von ihrem streng katholischen Vater Sylvio „Tony“ Ciccone verpasst bekommen und nicht etwa von einer gerissenen Management-Abteilung. Von Anmaßung kann also nicht die Rede sein.
Sie hat in mehreren Songs ihr gebrochenes Verhältnis zu ihrem Vater thematisiert. Sicherlich kann man ihm nicht jegliche Schuld für ein trotziges Verhalten in die Schuhe schieben, aber teilweise sind Eltern nunmal für die Früchte ihrer Erziehung mitverantwortlich und die Reaktion auf übertriebene Strenge verständlich. Zeitweise war Madonna sogar in einer Klosterschule.
Die Fehler sollte man also nicht immer nur bei denjenigen suchen, die christliche Symbole provokant auf- und angreifen, sondern auch bei denjenigen, die sie nicht vermitteln konnten. Schade…
Ich höre viele ihrer Titel sehr gerne.

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Als Antwort auf: „Madonna“ als Selbstvermarktung und Selbstverliebtheit

Reflexartig, so scheints, reagiert die religiöse Welt auf angeblichen Mißbrauch ihrer Symbole, schließt Gebrauch von vornherein aus und vergißt, dass die Verwendung von Symbolen in den drei Großen Religion sowieso nicht erlaubt ist. Dennoch gibt es sie…

Madonna ist Pop-Kultur (Manche sagenPopp-Kultur…). Und sie nutzt die Symbole. Wie auch immer. Und die Staatsanwaltschaft Düsseldorf stellte fest, dass alles im Rahmen der künstlerischen Freiheit liegt. Es wird nichts verächtlich gemacht. Sondern im Kontext zur Aids-Epidemie in Afrika gestellt. Provokant.

Lieben Gruß
Manfred O.
(Wein war übrigens lecker)

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„Madonna“ als Selbstvermarktung und Selbstverliebtheit

Auf der Website der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) wird das – nach „Popetown“ (MTV) – erneute Ärgernis für Christen richtig eingeordnet:

„Nach dem Start in Rom ist Madonna nun on Tour. Weiterhin wildert die Popikone hemmungslos in den Bildtraditionen des Abendlandes und bewegt sich doch nur an der medialen Oberfläche der Popkultur.“
(http://www.ekd.de/aktuell/442_49724.html)

Die Popikone „Madonna“ (schon eine Anmassung, sich selbst so zu bezeichnen) ist ein Ausfluss der ’68er Spass“kultur“.

Selbstverwirklichung als Selbstinszenierung um jeden Preis und auf anderleuts Kosten.

Zu den Gründen zu so viel Exzentrik?
Fehlendes oder mangelhaftes Geliebtsein? Und um das dann doch durch – mehr oder weniger oberflächliches – Publikum zu erreichen, vermarktet man sich und seinen Körper hemmungslos. Und es gibt genug Dumme, die dafür auch noch zahlen. Weil sie diese Exzentrik selbst vielleicht auch am liebsten ausleben würden, es aber nicht können? „Madonna“ als Spiegelbild des Zuschauers?

„Madonna“ ist das Kreuz, an das sie sich hängt, ohnehin ganz viele Nummern zu groß. Und das Kreuz als Provokation? Bei „Madonna“ einfach zu billig …
Aber vielleicht sollten die Christen der Popikone dennoch ein wenig dankbar sein: Es wird wieder über das echte Kreuz Jesu Christi und das der Märtyrer und das der Armen und Mittellosen in unserer Gesellschaft und in der Welt gesprochen …

Nun, wer schnöde Unterhaltung braucht, soll halt ordentlich für diese Dienstleistung in der Marktwirtschaft zahlen!

Die Anderen schütteln allenfalls den Kopf und stecken den dann besser in die Bibel und in gute Literatur (muss ja nicht unbedingt Grass sein …).

Wer etwas Genaueres über „Madonnas“ Lebensweg und -erfahrung wissen will, klickt einfach mal bei der Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Madonna_(Künstlerin)

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Als Antwort auf: Altruismus statt Hedonismus? – Sterben die Deutschen aus?

Es gibt viele Wege zur Freiheit, wer so genau beobachtet, findet sicher Freude an diesem Buch

www.bistdufrei.de, Bedienungsanleitung für die persönliche (R) Evolution

Grüsse

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Als Antwort auf: Kick und Klick. Über Tore und Nöte

Verweise auf die Kommentare in der NRZ von Wiglaf Droste zur WM, speziell der deutschen Mannschaft und die FLut von bösen Leserbriefen; nichts hat die Gemüter mehr erregt als z.B. dem Sinn nach der Satz von Droste, dass er Podolski zu einem der dümmsten Deutschen zählt!
Jetzt hängen überall nur noch schlappe Fahnen herum – wenn das alles war, dann Gott sei Dank!
Zum ersten Mal Sylvi Burkert

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