Als Antwort auf:8. Mai? – Was war denn da?

Hallo Thomas,
der 08.Mai ist mal wieder vergangen u. somit auch der Gedenktag der Kapitulation. Unvergeßlich gerade für die Älteren unter uns Richard von Weizäckers beeindruckende Rede zum Thema vor Jahren, eine Rede mit der er über Parteigrenzen hinweg die Menschen begeisterte. Solche Köpfe vermisse ich in der heutigen Politik. Er verkörperte Integrität, Intellekt, Kultur, Bildung, Lebensklugheit, Güte, Herzenswärme u.eine angenehme Zurückhaltung bei gleichzeitiger Aufmerksamkeit. Ein interessanter Mensch.
In diesem Zusammenhang, dem 08.05. hatte ich am Donnerstag ein Erlebnis der 3.Art hier in meiner Stadt. Ich sah jede Menge Polizeibusse anfahren zu einem sehr bekannten Schulungshotel in der Stadt, zum Teil sogar aus Bayern wie man an der Kennung lesen konnte, bestimmt 30 Busse u. dazu noch normale Polizeiautos. Als ich einen Hotelangestellten fragte, was den los sei, erfuhr ich, daß am Freitag u. Samstag in Köln mit Randale gerechnet würde aufgrund der Demo Pro Köln, ich war entsetzt. Entsetzt darüber wie weit es in Deutschland schon wieder gekommen ist, daß ein dermaßen großes Polizeiaufgebot aufgeboten werden muß um rechten Spinnern zu zeigen, daß es so nicht geht.
Diese Szenerie mit den ganzen Polizisten u. Polizeifahrzeugen hatte schon etwas von einer Orwell’schen Kulisse, gespenstisch. Das zum Thema 08.Mai.
Trotzdem viele Grüße,
Claudia

Veröffentlicht unter Allgemein | Schreibe einen Kommentar

Als Antwort auf:Te Deum – Himmel auf Erden

Hallo Thomas,
hatten Sie eigentlich mit dem Vornamen als Relilehrer nie Probleme mit Spitznamen wie „der ungläubige Thomas“ oder derlei mehr ?!?
Fällt mir nur gerade so ein.
Naja, auch wenn Sie sich der 60 langsam nähern, so sind Sie aber noch lange nicht drüber, insofern…
Ja, das Stück war wirklich äußerst witzig, keine einzige langweilige Sentenz, eine Pointe jagte die nächste. Ich habe mich hinterher auch noch mit dem Autor unterhalten u. das war auch noch sehr informativ für mich muß ich sagen, der hat schon sehr viel geschrieben an erfolgreichen Sachen, die ich durchaus gesehen hatte, aber nicht wußte das sie von ihm waren.
Und zu Ilja Richter muß man im Grunde nicht mehr viel sagen, man kennt ihn ja, ich finde ihn ausgesprochen geistreich, witzig u. sehr galant. Aber ich schweife ab. Sehen Sie es mir nach, muß an meiner Begeisterung liegen. Ich bin sowieso ein Theatermensch durch und durch, ich liebe das Theater, darum „treibe“ ich mich dort auch häufig herum, sehr zum Leidwesen meines Mannes, der meist mitkommen muß, obwohl er kommt auch gerne mit. Er ist durch seine Mutter diesbezüglich ein wenig „geschädigt“ fürchte ich, die hatte immer mit der Organisation des Wiener Opernballes zu tun als sie noch lebte, u. arbeitete früher für einen bekannten österreichischen Verleger dessen Namen ich nicht nenne aus Datenschutzgründen, da er nicht mehr lebt u. ich weiß nicht wie die Erben drauf sind. Jedenfalls mußte mein Mann daher immer sehr viel „Kultur“ ertragen… Da fällt mir noch eine lustige Anekdote ein. Einmal hatte dieser Verleger wohl Krach mit seiner Freundin oder Verlobten u. schmiß aus Wut einen sündteuren Diamant-oder Brilliantring vom Balkon im wievielten Stock, hoch oben, in den Garten hinunter u. meine Schwiegermutter war zufällig zugegen u. meinte zu ihm das könnte er doch nicht machen der teure Ring u. darauf antwortete er, sie könne gerne in den Garten hinunter gehen u. wenn sie ihn fände könnte sie ihn behalten,hat sie dann auch tatsächlich gemacht !!!
Mittlerweile ist sie aber nicht mehr am Leben, somit habe ich keine Schwiegermutter mehr.
Von Hans Dieter Hüsch habe ich übrigens sämtliche Platten u. daß der Niedrrheiner von nix eine Ahnung hat, aber alles erklären kann (mit der Kamera am Bahnhof!), war immer eine meiner Lieblingswitze !!!
Oder mit der Silberhochzeit bei Schlottmanns (wo die alle immer die Fürst Pückler Fähnchen hatten oder so ähnlich) war schon klasse der Mann !!!
So, nun wünsche ich noch einen guten Mittwoch, mit viel Freude,
Claudia

Veröffentlicht unter Allgemein | Schreibe einen Kommentar

Als Antwort auf:Te Deum – Himmel auf Erden

Hallo Claudia,

zunächst mal ein fettes Dankeschön für so viel Blog-Lob.
Kommentare sind hier eher selten. Ist den meisten LeserInnen wohl nicht ganz geheuer …

Hanns-Dieter Hüsch (er absolvierte 1943 am Adolfinum sein Notabitur) gehört natürlich zu meinen Lieblingskabarettisten, weil er den Moersern so nett aufs Maul geschaut hat. Als Zugereister amüsiert mich das natürlich köstlich.

Unvergessen sein Ausspruch: „Der Niederrheiner weiß nix, kann aber alles erklären.“

Oder: „Ich habe neulich den lieben Gott gesehen. In Dinslaken beim Wäscheausfahren.“ (Anno dazumal gab es so schwarze Fahrräder, mit denen Heißmangelboten die Wäsche zu den Kunden ausfuhren)

Ich möchte zu 2 % widersprechen, dass man durch Blogs oder andere Internet-Aktivitäten keine echten Freunde finden kann. Die 2 % haben es dann aber in sich!

Neben den schwarzen, krächzenden Krähen (im übrigen Kulturfolger!) gibt es Gott sei Dank auch immer nette Singvögel, die den Menschen mit ihren Melodien erfreuen.

Danke für den Tipp zu „Trau keinem über 60!“
Bin ja selbst bald in dem Alter … 😉

T.N.

Veröffentlicht unter Allgemein | Schreibe einen Kommentar

Als Antwort auf:Te Deum – Himmel auf Erden

Hallo Herr Nolte,
ich wollte mir ja längst einmal Ihren Blog anschauen u. muß sagen „gelungen“! Ihre Mischung aus zeitkritischen, religiösen u. politischen Themen finde ich sehr interessant u. überaus gelungen, weiter so. Endlich mal nicht so ein „weichgespülter“ Blog, sondern einer mit ernsthaften Inhalten, das beziehe ich übrigens auch auf die Kommentatoren das Wort „weichgespült“, schließlich machen die Kommentatoren einen Blog zu einem großen Teil aus, nicht wahr ?! Will sagen, bei Ihnen versammeln sich nicht so viele „aufgescheuchte Hühner“, salopp gesprochen.
Wenn Sie Lehrer am Adolfinum in Moers sind, dann müßten Sie ja eigentlich auch noch Hans-Dieter Hüsch gekannt haben oder ?!? Er war doch aus Moers, wenn mich nicht alles täuscht. Ein genialer Kabarettist seiner Zeit. Auch schon verstorben leider.
Ich wollte Ihnen übrigens nicht vorenthalten, daß Sie mit Ihrer dezidierten Meinung über Blogger absolut Recht hatten. Sie sind wirklich mehr als flüchtig, diese Internetbekanntschaften. Bei der kleinsten Gelegenheit kommen unschöne Eigenschaften wie Häme, Mißgunst u. Psychopathentum zum Ausdruck, daß es wirklich nicht mehr schön ist. Nein, Freunde findet man in einem Blog gewiss nicht. Nun, Freunde wollte ich auch wahrlich keine finden, aber nette Gesprächspartner, doch das ist mir nur äußerst minimal gelungen, es sind nur einige wenige, zu denen ich auch Sie zähle, die ich für integere, sympathische Menschen halte mit denen man sich „normal“ gedanklich austauschen kann. Im uns beiden bekannten Blog 50plus geht es jedenfalls immer mehr zu wie bei den berühmten Krähen, die sich angeblich kein Auge aushacken, in dem Fall halt nur umgekehrt, d.h. da kann es schon mal passieren, daß eine Krähe der anderen eins aushackt, was ich sehr schade finde, da es so keinen Spaß macht.
Vorgestern war ich übrigens im Theater in dem Stück „Trau keinem über 60!“ mit Ilja Richter in der männlichen Hauptrolle, er war großartig kann ich Ihnen sagen, was haben wir gelacht. Karin Dor war die weibliche Hauptrolle. Nach der Vorstellung war noch ein kleiner Empfang zu dem auch wir geladen waren u. uns so noch sehr interessant mit Ilja Richter unterhalten konnten, er ist wirklich äußerst geistreich u. unterhaltsam. Sollte sich Ihnen einmal die Gelegenheit bieten das Stück zu sehen, tun Sie es, Sie werden begeistert sein, bestimmt!
So, nun wünsche ich Ihnen noch einen schönen Tag,
auf bald!
Claudia

Veröffentlicht unter Allgemein | Schreibe einen Kommentar

Te Deum – Himmel auf Erden

 
Taufe des Augustinus durch Ambrosius
(c) Wikipedia: Artikel
http://de.wikipedia.org/wiki/Te_Deum

http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Te.Deum.ogg (dort bitte Abspielen anklicken!)
Aufnahme: Gregorianisches Te Deum im Tonus Solemnis (ca. 7 min.)

In der Karwoche schenke ich mir meistens Ruhe und BeSINNlichkeit – in diesem Jahr sogar begünstigt durch einen Hexenschuss zu Beginn der Ferien! – lese Bücher (z.B. Herbert Vorgrimler, Geschichte des Paradieses und des Himmels, Fink-Verlag München 2008) und schaue nach spirituellen Angeboten in der öffentlich-rechtlichen Fernsehlandschaft, die manchmal auch Wege abseits der üblichen, eingefahrenen Gemeindeliturgien aufweisen.

Im vergangenen Herbst habe ich die Reihe „Te Deum – Himmel auf Erden“ im ZDF wohl leider verpasst. Ein Feuerwerk europäischer Kulturgeschichte, das auch Religionskritikern und Kirchenfernen wieder geistesgeschichtliche und christliche Wurzeln erklären helfen könnte! Denn auch die bisweilen dunklen Seiten der Ordensgeschichte in ihrer jeweiligen Zeitepoche werden nicht verschwiegen. 

Zur Zeit wird die Reihe im digitalen ZDFdokukanal wiederholt. Heute waren z.B. um 12:15 Uhr die Dominikaner dran. Und auf 3Sat kommt die Ordensreihe demnächst jeweils im Zweierpack noch einmal (15., 22. und 29. April um 14:45 und 15:30 Uhr). Auf der 3Sat-Website kann man die Videofolgen in der Mediathek übrigens auch spontan abrufen.

Programmbeschreibung-Zitat:
Die sechsteilige Reihe beschreibt die Bedeutung der sechs wichtigsten und größten Orden der christlichen Kirche: Benediktiner, Zisterzienser, Franziskaner, Augustiner, Dominikaner und Jesuiten. Dabei stehen die Geschichte der Orden, ihre Bedeutung für die Entwicklung der europäischen Kultur und ihre Präsenz in der heutigen Gesellschaft im Vordergrund. 

http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/specials/127493/index.html

Die weltweit gereiste und kulturell sehr interessierte Filmautorin Susanne Aernecke (Jahrgang 1961) gab im Rahmen der Reihe das Interview „Mönche und Nonnen sind keine Aussteiger“:

http://www.3sat.de/specials/127497/index.html

Passend zur Reihe gibt es von der Autorin auch einen großformatigen Bildband (143 Seiten zu EUR 24,90) im Pendo-Verlag: Susanne Aernecke, Jürgen Haase: Te Deum. Das Geheimnis der großen christlichen Orden, Oktober 2008 – ISBN-13: 978-3866121867  

Mit freundlicher Empfehlung und in hoher Erwartung einer frohmachenden Osterzeit

T.N.

Kommentare

Veröffentlicht unter augustiner, benediktiner, dominikaner, europa, franziskaner, geschichte, jesuiten, orden, te-deum, zisterzienser | Schreibe einen Kommentar

Agenda 2020: Bahn will nur noch Dieselfahrzeuge einsetzen

Nun ist es heraus: Daimler-Manager Rüdiger Grube soll Bahn-Chef werden. Und aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen war am 1. April 2009 schon zu hören, dass der Fuhrpark der Bahn radikal umstrukturiert werden soll.

 
Prototyp „Codelco“ in der neuen Umweltlackierung der Bahn
Foto:
http://de.wikipedia.org/wiki/Diesellokomotive

Bis zum Jahr 2020 sollen alle elektrogetriebenen Züge durch Diesel-Hochleistungsfahrzeuge ersetzt werden. Die Motoren für die superschnellen ICD (InterCityDiesel) liefert die Rennwagenabteilung von Daimler-Benz. Auf diese Weise will Daimler die Absatzprobleme in der Automobilsparte kompensieren.

Im Opelwerk im thüringischen Eisenach sollen die Dieselaggregate für die Loks auf den Nebenstrecken gebaut werden. Die Dieselantriebe für die Güterzugloks stammen dagegen von Ford-Volvo, die die meiste Erfahrung aus dem Schwerlastfahrzeugbereich vorweisen können.

Die Umstellung des Fuhrparks der Bahn hat auch gesundheitliche Gründe. Neuste Untersuchungen von Vielfahrern der Bahn und von Anliegern der Bahnstrecken ergaben exorbitante Elektosmogwert durch die vielen Oberleitungen, die sich krebsgefährdend auswirken können. Beim Diesel dagegen setzt man neuste Russpartikelfilter ein, die zudem noch mit einer Geräuscheemissionsfilterung (GEF) gekoppelt wird. Das patentierte Verfahren dazu wurde in einem Netzprojekt der TU Dresden und Karlsruhe sowie der RWTH Aachen entwickelt.

Außerdem sollen entlang der Bahnstrecken blühende Landschaften in Gestalt von Rapsfeldern entstehen, die den nötigen Biotreibstoff für die Züge liefern. Durch den Verzicht auf Bahnstrom können nach Angaben der GRÜNEN nebenbei auch zwei Atomkraftwerke abgeschaltet werden.

Die Bundesregierung diskutiert derzeit noch eine Abwrackprämie für mindestens 10 Jahre alte Elektrofahrzeuge in Höhe von je 250.000 EUR. Die Prämie soll pro Antriebsteil gezahlt werden.

Die Umstellung auf umweltfreundliche Biodiesel-Fahrzeuge ermöglicht auch die rasche Reaktivierung der vom Alt-Bahnchef Mehdorn stillgelegten Strecken auf dem Lande. Diese Stecken waren entweder noch nicht elektrifiziert oder die Strommasten wurden längst abgebaut. Auf diese Weise wird aus der Business-Bahn bis 2020 wieder eine Bürgerbahn. Dem Vernehmen nach soll das Unternehmen dann auch endlich mit einer Bürgeraktie an die Börse gehen.

Kommentare

Veröffentlicht unter april, bahn, Politik, umwelt | Schreibe einen Kommentar

Als Antwort auf:Merkel in der Krise?

Tja lieber Thomas,

ich sage nicht umsonst, sie mutiert zur „Bundesverschlepperin“ -die gute! Jetzt ein Strategiewechsel im Merkelsystem -Oh Gott bloß nicht! Könnte tödlich sein.Tissy Bruns, ist eine exellente Journalistin.Da wir uns kennen, weiß ich warum ich das sage! Und ein Klasse-Mensch obendrein

Herzliche Grüße nach Moers!

Martina

Veröffentlicht unter Allgemein | Schreibe einen Kommentar

Merkel in der Krise?

Tissy Bruns meinte heute (25.02.2009) in ihrem Kommentar des Berliner „Tagesspiegel“:

POLITIK UND FINANZCHAOS 
Merkel in der Krise

Auch wenn alle Welt nach wilden Taten ruft, bleibt Angela Merkel abwartend. Sie fährt in der Krise „auf Sicht“, doch man sieht ja nichts! Klar ist nur, dass ihr kühles Aussitzen nicht genug ist in einem Moment der großen Verunsicherung. Für die Bundesbürger schreit zum Himmel, dass die soziale Marktwirtschaft versagt hat. Darüber muss eine Regierungschefin reden.

(c) Wikipedia, Artikel „Angela Merkel“ (2008)

„Kohls Mädchen“ kennt die Klaviatur der Macht wie kaum eine andere Frau (oder ein Mann!) unserer Republik. Es ist gut, wenn eine gelernte Physikerin nicht zur hektischen politischen Geisterfahrt neigt. In den Banken – besonders den staatlich dominierten, die profitgeil ihr Kerngeschäft verließen! – waren schon allzu viele Falschfahrer unterwegs. Ein solches Verhalten muss die Politik – allen voran die Bundeskanzlerin – nicht nachahmen. Hintergründig Strippen ziehen und tragfähige Vereinbarungen mit Entscheidungsträgern in Wirtschaft und Verbänden (man unterschätze gerade in Deutschland den Lobbyismus nicht!), aber auch innerhalb der EU erzielen (man erinnere sich z.B. an Lissabon und Heiligendamm; ach, schon vergessen?), ist ein Qualitätsmerkmal von Merkel.

Der Sommer mit seinem Kernwahlkampf eignet sich zudem viel besser für Volkskontakte. „Herzblut, Ängste, Ungewissheiten“ (T. Bruns) sind oft der Treibstoff für Populisten. Der Konsum verwöhnte und verführte Wähler in unserer Konsensdemokratie (die Große Koalition als ihr Abbild!) hat ein viel zu kurzes Gedächtnis für Grundsätzliches (z.B. Freiheit oder Gleichheit; bürgerliche Eigenverantwortlichkeit oder Zuteilungsstaat).

Pragmatismus kann nicht funktionieren, wo sechs Jahrzehnte kräftig Ideologie betrieben wurde.“, meint Tissy Bruns. – Altes (Lager-)Denken aus der Zeit des Kalten Krieges. Zumindest die junge Generation hat längst – fern aller Ideologie – den pragmatischen Gang durch ein mobil und global gewordenes Leben in der „Risikogesellschaft“ (Ulrich Beck) angetreten.

Die Soziale Marktwirtschaft hat keineswegs versagt! – Sie galt nur bei zinsgeilen Verbrauchern als Langeweiler. Natürlich ist bei finanziellen Verlusten immer der Anlageberater der Bank schuld, auf dessen Provision und Boni generierende Werbeversprechen und Verkaufsprophezeiungen man allzu gern vertraute. Endlich Mammon schaffen wie die Großen!?

 
(c) Bild: Bundesarchiv, in: Wikipedia, Artikel „Ludwig Erhard“, 1957 mit seinem Buch „Wohlstand für Alle“

Heinz Erhard (heute schon gelacht?) ist eben schneller zu verstehen als Ludwig Erhard (Mass halten!). – Und nun ist globaler Katzenjammer!

So wie Anleger wieder langweilige Sparkassen (ursprünglich kommunale Selbstfinanzierungsinstitute ohne Gewinnabsichten) und Genossenschaftsbanken („Volks“banken als einstige Selbstfinanzierungsinstitute von Bauern und Handwerkern) entdecken, kann nun auch die Soziale Marktwirtschaft mit ihren Zu-Mut-ungen an hellwache Bürger und Verbraucher wiederentdeckt werden.

Alfred Müller-Armack, der Urvater der „Soziale Marktwirtschaft“, entwickelte sein Konzept übrigens in der Abgeschiedenheit eines westmünsterländischen Klosters.

Krisen sind der Treibstoff für ein bewussteres Leben!

Die Fastenzeit bietet uns vielerlei Ansätze zur poltischen und wirtschaftlichen Be-Sinn-ung.
Lesen Sie doch mal Reinhard Marx: Das Kapital. Ein Plädoyer für den Menschen, (Pattloch) München 2008!

Allein schon die „Einleitung“, in der der Bischof Marx seinem historischen Namensvetter Karl Marx einen Brief schreibt, ist ein Lesegenuss.

T.N.

Kommentare

Veröffentlicht unter bundeskanzlerin, fastenzeit, krise, leben, merkel, mut, risikogesellschaft, sinn, soziale-marktwirtschaft, sparkasse, tagesspiegel, volksbank | Schreibe einen Kommentar

Als Antwort auf:Geocaching. Nur eine neue Freizeitbeschäftigung? – Die Fahndung nach Graden, Minuten und Sekunden.

Hallo Dorothee,

da Du im kirchlichen Bereich arbeitest, ist es für Firmlinge / Konfirmanden (ökumenisches Geocaching?! ;-)) oder die „Pfadis“ ein neues Betätigungsfeld. Die Kids (meine waren ab Klasse 9 beteiligt) haben die Regeln schnell auf den Portalen gelernt.

Mit dem Opensource Online Weltatlas meinst Du bestimmt http://www.openstreetmap.de.
Das ist auch wirklich nicht so einfach zu gestalten, besonders, wenn man neue oder veränderte Wegführungen (hier wurde mal eine Straße überplant und die entstehende Sackgasse als Platz gestaltet) zeichnen will.
Meistens findet man aber in seiner Nähe „OpenStreetMapper“, die präzise Angaben gerne aufgreifen und umsetzen. Und dann ist das Opensource-Projekt sogar aktueller als Google-Map 🙂

Veröffentlicht unter Allgemein | Schreibe einen Kommentar

Als Antwort auf:Papstschelte und Ahmadī-Nežād lässt man gewähren?

lieber Herr O,
jetzt reite ich auch mal ein bisschen auf dem Kirchenrecht rum:
Exkommunikation ist was anderes als Ausschluss aus einer Partei. Das ist hier jetzt nicht der rechte Ort für Aufklärung, aber so viel sei doch gesagt: dieser ganze Mist schlägt nach 2 Seiten aus:
1. der Vatikan muss reformiert werden. das berührt keineswegs die Dogmen und auch nicht die Religion, aber den Verwaltungsapparat, der modernen Konzepten nicht gewachsen ist. das wird naturgemäß dauern, bis die Öffentlichkeit was davon merkt
2. obwohl es immer noch sehr viele Christen gibt, ist das Wissen um den christlichen Glauben eher von populären Aphorismen (wie zum Beispiel : wir haben alle nur einen Gott) als von Wissen um die Begriffe unserer Religion geprägt … sonst wären nicht so viele Menschen empört über die Aufhebung der Exkommunikation.-> http://de.wikipedia.org/wiki/Exkommunikation -> das Fehlverhalten bestand aus der Sicht des Vatikan in der Nicht-Anerkennung der Beschlüsse des 2. Vatikanischen Konzils
Mich nervt viel mehr, dass nur die Piusbrüder so viel Aufmerksamkeit erhalten. Es gibt noch viel mehr Menschen, die exkommuniziert sind und für die keine Kommission eingerichtet wurde

Veröffentlicht unter Allgemein | Schreibe einen Kommentar