Jesuiten = „schlaue Jungs“? – Missbrauchsopfer und die Tabus der katholischen Kirche

Neulich habe ich in einer Schulklasse begeistert von den „schlauen Jungs“ erzählt (SJ = Societas Jesu), die herausragende Bildung vermitteln und wenige Tage später kracht es dort, dass man als Katholik angesichts der ständig steigenden Zahl sexueller Missbrauchsopfer nur wütend und traurig werden kann …

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Ignatius von Loyola, Gründer des Jeusitenordens
Bild: Wikipedia-Artikel „Jesuiten“

Was würden der Hexenanwalt Friedrich Spee von Langenfeld, der einstige Nestor der Kath. Soziallehre Oswald von Nell-Breuning und der profilierteste (Konzils-)Theologe des 20. Jhd. Karl Rahner zu den Vorgängen in den Jesuitenkollegs sagen?

Pater Friedhelm Mennekes (SJ), den ich ansonsten sehr schätze, gießt noch mal kräftig Öl ins Feuer, wenn er Papst Benedikt XVI. „Hetze(!) gegen die Gleichstellung homosexueller Lebensgemeinschaften“ vorwirft. Da helfen bezüglich der vielen Tabus der letzten Jahrzehnte wohl nur glasklare Gespräche in zivilisierter Tonart weiter …

Aufschlussreiche Lektüre:

31. Januar 2010

Klaus Mertes meint: ‚Kirche verschweigt das Thema Homosexualität‘
Der Rektor des Berliner Canisius-Kolleg, welches in einem Missbrauchsskandal verwickelt ist, lässt mit Aussagen über „Kirche und Homosexualität“ aufhorchen. Mertes behauptet: „Die Kirche leidet an Homophobie“
http://kath.net/detail.php?id=25441

05. Februar 2010 Frankfurter Jesuitenpater wirft Papst Benedikt Hetze vor
Der Jesuitenpater Friedhelm Mennekes startet im Zusammenhang mit den Missbrauchsvorfällen im eigenen Orden schwere Angriffe auf die Kirche und wirft Papst Benedikt Hetze gegen die Gleichstellung homosexueller Lebensgemeinschaften vor
http://kath.net/detail.php?id=25499

06. Februar 2010

Niemand beschädigt diesen Orden derzeit so sehr wie einzelne Jesuiten
Wer dem Papst Hetze vorwirft, sollte sich schämen. Die Jesuiten sind zu besonderer Treue gegenüber dem Papst verpflichtet“ – Kath.net-Exklusiv-Interview mit dem katholischen Publizisten und Jesuitenschüler Martin Lohmann.
http://kath.net/detail.php?id=25511

DER SPIEGEL, Nr. 06/2010 (Titelblatt)
Die Scheinheiligen
Die katholische Kirche und der Sex

Interview mit dem Jesuiten Hans Langendörfer, Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,676331,00.html

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Ein neuer Stern am digitalen Radiohimmel: DRadio Wissen

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Am 18. Januar 2009 ist es soweit:

Das dritte Vollprogramm des nationalen Hörfunks Deutschlandradio geht auf Sendung. Neben den bisherigen, auch über UKW (FM) empfangbaren Wellen, Deutschlandfunk aus Köln und Deutschlandradio Kultur aus Berlin, wird es nun DRadio Wissen geben.

Durch die vorläufige Abschaltung des Digitalradioformats DAB des Deutschlandradios zum Jahreswechsel 2009/10 wird DRadio Wissen allerdings nicht auf terrestrischen Frequenzen ausgestrahlt, sondern nur digital über Kabel, Satellit und Internet verfügbar sein.

Unter dem Motto „Hirn will Arbeit“ (R) werden seine Programmpunkte
Agenda (tagesaktuelles Wissen),
Natur (exakte Wissenschaften),
Medien (Kommunikation, Journalismus und Wissensorganisation),
Globus (weltweite Nahaufnahmen von dem was die Menschen bewegt),
Kultur (Philosophie, Geschichte, Sozialwissenschaften und Popkultur),
Meine Zukunft (Karriere und Chancen in Schule, Lehre und Studium) und
Spielraum (Hirngymnastik für die Ohren) heißen.

Dabei sind im Programmschema auch Übernahmen (Radiolinks) von anderen ARD-Hörfunkstationen geplant. Das ausschließlich digital verbreitete Programm will besonders für die jüngere Generation attraktiv sein und dabei das lineare Radioprogramm mit dem interaktiven Medium Internet verküpfen.

Weitere Informationen:
Demnächst sicherlich auf http://www.dradio.de
Im Programmheft des Deutschlandradio, Januar 2010, S. 3-5
In der Multimediazeitschrift INFOSAT: DRadio Wissen startet am 18. Januar. Digitalmagazin im Gespräch mit Dietmar Timm, Leiter des neues Senders DRadio Wissen, 18. Dezember 2009

Ich wünsche dem neuen Radiosender eine große Zuhörerschaft!

 

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Die Ambivalenz des 9. November

Die Ambivalenz des Tages habe ich heute hautnah erlebt:  
11 Uhr Gedenken am (nachgebildeten) Torbogen der früheren Moerser Synagoge, die in der Nacht zum 10. November 1938 zerstört wurde. Angezündet wurde sie nicht, weil sie in der Friedrichstraße in dichter Bebauung stand.

Mit einem Religionskurs flocht ich am schuleigenen Mahnmal Rosen in die schmiedeeisernen Namen der ehemaligen Schüler jüdischen Glaubens des Gymnasium Adolfinum.



Link zum Mahnmal:
http://www.adolfinum.de/cms/_rubric/detail.php?nr=51&rubric=Schulgeschichte&
WP-Artikel http://de.wikipedia.org/wiki/Novemberpogrome_1938

Foto: © Winfried Schneiderwind (11.2000)

Auf Phoenix verfolge ich die Rückschauen und die Feierlichkeiten in Berlin.
Die mutigen Christen der Nikolaikirche in Leipzig, Michael Gorbatschows Vision von einem gemeinsamen Haus Europas, die Solidarnosc-Bewegung in Polen und das segensreiche Wirken von Papst Johannes Paul II., aber auch der inzwischen im Rollstuhl sitzende sprachbehinderte Helmut Kohl sind meine Stichworte zu diesem bedeutungsschweren Tag.



Bild: Wikipedia-Art. „Berliner Mauer“


WP-Artikel
http://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Mauer

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Die Erschaffung Adams mit der Maus

Heute ist Blog Action Day [1], diesmal mit dem Oberthema Klimawandel.

Da ich am vergangenen Wochenende bei einer Religionslehrertagung in Bad Berka (Thüringen) zum Thema „Vernetztes Lernen? Kinder und Jugendliche in virtuellen Erfahrungsräumen“ in der Morgenandacht eine schöne Bildmeditation geboten bekam, möchte ich diese schöpferische Gabe von Daniel Schüttlöffel [2] hier zur Ansicht stellen, denn Schöpfung ist auch die Basis für Klimaveränderungen:

 

Die Originaldatei in 1.023 × 788 Pixeln gibt es hier: http://wiki.rpi-virtuell.net/index.php/Bild:Die_erschaffung_adams_mit_maus_1024.jpg

[1] Wer mehr über den Blog Action Day wissen will: http://www.blogactionday.org/

[2] Zum Bildcreator: http://www.rpi-virtuell.net/index.php?p=benutzer_visitenkarte&setUserID=8201

Ich bin gespannt auf Reaktionen auf diesen Impuls.
Was sehen Sie / was siehst Du auf diesem verfremdeten Detailfoto von Michelangelos Fresko in der Sixtinischen Kapelle „Die Erschaffung Adams“?

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5. Oktober: Weltlehrertag

UNESCO: „Baut die Zukunft: Jetzt in Bildung investieren“

Am 5. Oktober ist Weltlehrertag. In Deutschland wird dieser Gedenktag seit 1994 jährlich am 5. Oktober begangen. Ins Leben gerufen wurde er 1966 durch die „Charta zum Status der Lehrerinnen und Lehrer“, die von der UNESCO, der Internationalen Arbeitskonferenz (ILO) und der Bildungsinternationalen (BI) beschlossen wurde.

Nähere Informationen: http://www.unesco.org/en/teacher-education/advocacy/world-teachers-day/ (englisch)

 

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Wählen gehen!

logo_wahlomat Sie wissen noch nicht, ob Sie wählen gehen und/oder welche Partei Sie wählen wollen?

Da gibt es eine interessante Entscheidungshilfe:
den Wahl-o-mat der Bundeszentrale für Politische Bildung.

Für die Bundestagswahl stellt Ihnen der Wahl-o-mat 38 Ausssagen zur Verfügung, die Sie mit „ja“, „nein“ oder „unentschieden“ beantworten. Anschließend ermittelt das Programm, welcher Partei Sie am nächsten stehen.

http://www.bpb.de/methodik/XQJYR3,0,Willkommen_beim_WahlOMat_.html
oder noch einfacher:
http://www.wahl-o-mat.de/bundestagswahl2009/index.php

Für die Landtagswahl in Schleswig-Holstein steht der Wahl-o-mat leider nur in der Version von 2005 zur Verfügung:
http://www.wahl-o-mat.de/schleswigholstein/main_app.php

Die Landeszentrale für Politische Bildung in Brandenburg verweigerte trotz der Unterstützung der Bundeszentrale für Politische Bildung die Teilnahme am Wahl-o-mat-Projekt.

Neuerdings gibt es den Wahl-o-mat auch in einer mobilen Version für’s Handy oder den PocketPC:
http://www.bpb.de/methodik/JHL20K,0,WahlOMat_mobil.html
oder noch einfacher:
http://mobil.wahl-o-mat.de/

Viele interessante Einsichten bei der Benutzung des Wahl-o-mat
und eine gute Wahl am Sonntag, den 27. September wünscht

Thomas Nolte

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9/11. Acht Jahre später …

11.09.2001, 16-18 Uhr: Ich nahm an jenem Tag mit meiner Frau an einer Religionslehrerfortbildung zum Thema „Popmusik und RU“ teil. U.a. wurde der RAP-Song von Sabrina Setlur „Das will ich sehn …“ vorgestellt [1]. Anfangs spricht Setlur darin über belanglosen Smalltalk auf belanglosen Partys, später reiht sich ein Bibelvers an den anderen, stets unterbrochen durch „Das will ich sehn“.

[1] http://www.magistrix.de/lyrics/Sabrina%20Setlur/Das-Will-Ich-Sehen-23161.html

Bild: Wikipedia, Artikel „Terroranschläge am 11. September 2001“

Als wir heim kamen, standen unsere drei Kinder (der älteste Sohn war damals 17) mit sehr irritierten Blicken in der Haustür und meinten aufgeregt „Da ist ein Flugzeug in ein Hochhaus geflogen …“. Und diese Bilder verfolgten uns dann den ganzen Abend auf diversen Kanälen und an den nächsten Tagen. Als Sozialwissenschaftler und Theologe habe ich viel nachgedacht und mit vielen Menschen über das Ereignis und seine Hintergründe gesprochen. Zum Beispiel auch am nächsten Schultag.

Was mich heute immer noch ärgert, ist die Oberflächlichkeit und das Übergehen zu den Tagesgeschäften. Wer denkt bei „World Trade Center“ noch über die massiv ungerechten Welthandelsbeziehungen nach und ändert seinen Lebensstil? Der Theologe Johann Baptist Metz, einer meiner ehemaligen Professoren in Münster, sagte Ende der 1970er Jahre: „Das Evanglium ist nicht indifferent gegenüber den Welthandelspreisen.“ Trotz der Finanzkrise und den ihr folgenden sogenannten Rettungsschirmen, die noch die Enkel abzahlen dürfen, geht die Party- und Casino-Stimmung munter weiter.

War der 11.09.2001 wirklich eine Zäsur? – Das Ende des kapitalistischen Siegestaumels über den Kommunismus / Sozialismus? – Oder ist die „Neue S-Klasse“ auch heute noch wichtiger als unser Nachbar Afrika („Der vergessene Kontinent“)? Wenn wir weltweit nicht endlich das Teilen lernen, wird es noch manchen „9/11“ geben … Und jedes Mal werden wir wieder fürchterlich erschreckt sein – um dann erneut zur Tagesordnung überzugehen …

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Als Antwort auf:Caritas in Veritate

Sechs Gleichungen mit neun Unbekannten

Seit der Weiterentwicklung der menschlichen Kultur von der zentralistischen Planwirtschaft ohne liquides Geld (Ursozialismus) zur freien Marktwirtschaft (Garten Eden) mit Geldkreislauf (Baum des Lebens), dem „Auszug der Israeliten aus Ägypten“, befindet sich der unbewusste Kulturmensch (Adam) in einer religiösen Verblendung, die ihm das Verständnis für die Basis allen menschlichen Zusammenlebens (Makroökonomie) und für die elementarste zwischenmenschliche Beziehung (Geld) verwehrt. Die Programmierung des kollektiv Unbewussten mit dem künstlichen Archetyp Jahwe = Investor war erforderlich, um einigermaßen angstfrei in einer fehlerhaften Makroökonomie überleben zu können, in der der Krieg der Vater aller Dinge war – bis zur Erfindung der Atombombe.

Heute (2009) sind wir an einem Punkt angelangt, den zuletzt der „Jahrhundertökonom“ John Maynard Keynes vorhergesehen hatte, als er – leider vergeblich – im Jahr 1944 auf der Konferenz von Bretton Woods eine internationale umlaufgesicherte Währung (Bancor) vorschlug. Denn sollte die halbwegs zivilisierte Menschheit weiterhin ein allgemeines Zwischentauschmittel mit parasitärer Wertaufbewahrungsfunktion (Zinsgeld) verwenden, würde die Weltwirtschaft unweigerlich auf die größte vorstellbare Katastrophe, die globale Liquiditätsfalle (Armageddon), zusteuern. Also: Herzlichen Glückwunsch – wir stehen unmittelbar davor! Denn religiös verblendeten Narren, heutzutage insbesondere solchen aus „God´s own country“, fiel es schon immer unendlich schwer, sechs Gleichungen mit neun Unbekannten zu lösen. Also können wir nur zuversichtlich hoffen, dass es zumindest im einstigen Land der Dichter und Denker noch Menschen gibt, die das Denken nicht ganz verlernt haben:

(001) Wer die Erklärung dieser Worte findet, wird den Tod nicht schmecken.

(044) Jesus sagte: Wer den Vater lästern wird, dem wird man vergeben; wer den Sohn lästern wird, dem wird man vergeben; wer aber den heiligen Geist lästern wird, dem wird man nicht vergeben, weder auf der Erde noch im Himmel.

(055) Jesus sagte: Wer nicht seinen Vater hasst und seine Mutter, wird mir nicht Jünger sein können. Und wer seine Brüder nicht hasst und seine Schwestern und nicht sein Kreuz trägt wie ich, wird meiner nicht würdig sein.

(105) Jesus sagte: Wer den Vater und die Mutter kennen wird, er wird Sohn der Hure genannt werden.

(106) Jesus sagte: Wenn ihr die zwei zu einem macht, werdet ihr Söhne des Menschen werden. Und wenn ihr sagt: „Berg, hebe dich hinweg!“, wird er verschwinden.

(113) Seine Jünger sagten zu ihm: „Das Königreich, an welchem Tag wird es kommen?“ Jesus sagte: „Es wird nicht kommen, wenn man Ausschau nach ihm hält. Man wird nicht sagen: „Siehe hier oder siehe dort“, sondern das Königreich des Vaters ist ausgebreitet über die Erde, und die Menschen sehen es nicht.“ ***

(Nag Hammadi Library / Thomas-Evangelium)

Einzig sinnvolle Lösung:

Mutter = Summe aller Ersparnisse
Hure = Finanzkapital
Brüder und Schwestern = Sachkapitalien
Berg = Rentabilitätshürde
Tod = Liquiditätsfalle
Vater = Kreditangebot
Sohn = Kreditnachfrage
heiliger Geist = umlaufgesichertes Geld
Königreich = Natürliche Wirtschaftsordnung

(Die originale Heilige Schrift – die „heilige Bibel“ nur bis Genesis 11,9 – bezieht sich immer zuerst auf die ganze Kultur und erst danach auf den einzelnen Kulturmenschen!)

Tatsächlich war der Prophet Jesus von Nazareth das größte Genie aller Zeiten, und er entdeckte als erster Denker in der bekannten Geschichte die einzige Möglichkeit, wie Menschen wirklich zivilisiert zusammenleben können: das Grundprinzip der absoluten Gerechtigkeit als Basis für die ideale Gesellschaft.

Wäre Jesus der moralisierende Wanderprediger gewesen, zu dem ihn die „heilige katholische Kirche“ degradierte, wüssten wir heute nicht, dass es jemals einen Propheten dieses Namens gegeben hat! Die „Moral“ ist eine irrelevante Größe: solange es möglich ist, einen unverdienten Gewinn auf Kosten der Mehrarbeit anderer (Frucht vom Baum der Erkenntnis) zu erzielen, weil eine fehlerhafte Makroökonomie die Gesellschaft in Zinsgewinner und Zinsverlierer unterteilt, wäre selbst dann, wenn alle Menschen grundehrlich und auch noch hyperintelligent wären, der nächste Krieg unvermeidlich. Andererseits: sind leistungslose Kapitaleinkommen eigendynamisch auf Null geregelt, bedeutet es prinzipiell das Beste für alle, wenn jeder Einzelne nur das Beste für sich anstrebt. Der Moralbegriff löst sich auf.

Der Herr sagte: Ihr habt alle Dinge verstanden, die ich euch gesagt habe, und ihr habt sie im Glauben angenommen. Wenn ihr sie erkannt habt, dann sind sie die Eurigen. Wenn nicht, dann sind sie nicht die Eurigen.

(Nag Hammadi Library / Dialog des Erlösers)

*** „Die Wirtschaftsordnung, von der hier die Rede ist, kann nur insofern eine natürliche genannt werden, da sie der Natur des Menschen angepasst ist. Es handelt sich also nicht um eine Ordnung, die sich etwa von selbst, als Naturprodukt einstellt. Eine solche Ordnung gibt es überhaupt nicht, denn immer ist die Ordnung, die wir uns geben, eine Tat, und zwar eine bewusste und gewollte Tat.“

(Silvio Gesell, Herbst 1918, Vorwort zur 3. Auflage der NWO)

Sobald in der Natürlichen Wirtschaftsordnung (Marktwirtschaft ohne Kapitalismus = echte Soziale Marktwirtschaft) eine konstruktive Verbindung von Individual- und Sozialprinzip besteht, ist das, was wir heute als Politik bezeichnen, obsolet. Das gleiche gilt für den kollektiven Wahnsinn der Religion.

Mit freiwirtschaftlichem Gruß

Stefan Wehmeier
http://www.deweles.de/willkommen/cancel-program-genesis.html

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Als Antwort auf:Te Deum – Himmel auf Erden

Himmel auf Erden

Glauben Sie an Gott? Das ist eine sinnlose Frage, denn Sie werden von dem nutzlosen Programm gesteuert, ob Sie wollen oder nicht. Solange dieser künstliche Archetyp in Ihrem Unterbewusstsein anonym bleibt, haben Sie keine Möglichkeit, ein eigenes Bewusstsein zu entwickeln. Das einzige, was Sie in dieser Welt erreichen können, ist, auf Kosten anderer zu leben, damit andere nicht auf Ihre Kosten leben; mehr ist für eine Existenz in der Erbsünde nicht vorgesehen.

Als noch niemand wusste, wie die systemische Ungerechtigkeit der Erbsünde zu überwinden ist, durfte das arbeitende Volk nicht wissen, was die Erbsünde ist; anderenfalls hätte das, was wir heute „moderne Zivilisation“ nennen, gar nicht erst entstehen können. Das – und nichts anderes – war (und ist noch) die eigentliche Aufgabe der Religion, auch wenn die „modernen“ Priester schon lange nicht mehr wissen, was sie tun. Wüssten sie es, könnte ihnen niemand mehr vergeben! Mit einem hatte Karl Marx Recht, auch wenn er als Ökonom nicht gerade eine Leuchte war: Religion ist Opium fürs Volk. Wir hätten die Erbsünde schon vor langer Zeit (genauer: seit Jesus von Nazareth) überwinden können, aber eine Menschheit, die noch am „Schnuller“ (dem „lieben Gott“) hängt, kommt aus dem ökonomischen Sandkasten nicht heraus.

Der gemeinsame Ursprung der drei großen Schriftreligionen Judentum, Christentum und Islam ist der heute zweite Schöpfungsmythos im alten Testament der Bibel: die wunderbare kleine Geschichte von Adam und Eva im Paradies. Wer den Schöpfungsmythos hört, aber ihn nicht versteht, ist und bleibt ab diesem Zeitpunkt ein Untertan des vom Mythos implizit beschriebenen Gottes Jahwe; und wer den Schöpfungsmythos versteht, darf ein König sein, der aber im Gegensatz zu seinen Untertanen weiß, dass alles, was er und sein Volk unternimmt, zwangsläufig wieder in Zerstörung endet. Das ist das ganze Geheimnis der Schöpfung. Weil niemand mehr König sein wollte, wurden alle Menschen zu Untertanen, unabhängig vom so genannten Glauben. Heute ist es an der Zeit, dass alle Menschen zu Königen werden, bevor das Ganze in Zerstörung endet.

Um absolute Gerechtigkeit und damit dauerhaften Frieden zu verwirklichen, ist es hinreichend, die religiöse Verblendung zu beseitigen. In früheren Zeiten war der Erkenntnisprozess der „Auferstehung aus der religiösen Verblendung“ eine gefährliche und beängstigende Angelegenheit für wenige Mutige. Heute ist die Auferstehung zu einer kulturhistorischen Notwendigkeit für alle Menschen geworden. Die im letzten Buch der Bibel (Apokalypse = Enthüllung), der „Offenbarung des Johannes“, bildhaft beschriebenen „vier apokalyptischen Reiter“ sind galoppierende Gedanken, die beim Lesen der ersten vier Siegel die grundlegenden Aspekte der religiösen Verblendung auflösen. Das fünfte Siegel beseitigt endgültig den Glauben an die (noch) bestehende Welt, das sechste Siegel beseitigt endgültig jeden Aberglauben (Religion) und das siebte Siegel eröffnet den Blick in die neue Welt.

Der Prophet Jesus von Nazareth nannte diesen eigentlichen Beginn der menschlichen Zivilisation das „Königreich des Vaters“:

http://www.deweles.de/files/apokalypse.pdf

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Ein Sommer mit „Goethe“

Nein, nicht der große deutsche Dichter und Denker, sondern der einzigartige Schaufelraddampfer „Goethe“, der sich täglich durch den Vater Rhein kämpft. Einst gab es mal 102 Exemplare von dieser Bauart. Die Goethe wurde 1913 gebaut.

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Foto: (c) Luis Madeira, Portugal

Am zweiten Sommerferientag brach ich zusammen mit meiner Frau und einem befreundeten Ehepaar aus Portugal zu einer sehr schönen „Kreuzfahrt“ auf dem Rhein auf. Die Strecke St. Goarshausen – Loreleyfelsen – Pfalz bei Kaub – Bacharach gehört zu den schönsten Flussabschnitten des Mittelrheins (Weltkulturerbe!). Unbedingt zur Nachahmung empfohlen (bei sonnigem Wetter Sonnencreme nicht vergessen!).

Hier gibt es den Fahrplan der Köln-Düsseldorfer Rheinschiffahrt: http://www.k-d.com
Die tägliche Fahrt der „Goethe“ ist dort mit einem Dampfschiffsymbol gekennzeichnet.

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Foto oben: Luis Madeira, Portugal
Foto unten: Dirk Schmidt, Wikipedia, Artikel „Loreley“

Weitere Einzelheiten über das Schiff und die Orte der Strecke in der Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/Goethe_(1913)
http://de.wikipedia.org/wiki/Sankt_Goarshausen
http://de.wikipedia.org/wiki/Loreley
http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Pfalzgrafenstein (Pfalz im Rhein)
http://de.wikipedia.org/wiki/Kaub
http://de.wikipedia.org/wiki/Bacharach

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Foto: Brühl, Wikipedia, Artikel „Burg_Pfalzgrafenstein“

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